Dies ist das Tor
zur Welt der Wahren Wunder.
Wer reinen Herzens ist,
der trete ein.
(Michael Ende)
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Die Wintersonnenwende ist ein tiefer und reicher Moment im Jahreslauf. (21.12.)Die Freude, daß das Licht bald wiederkommt ist immens. Am Tag der Sonnenwende ist die Welt oft ganz in ihrem Schneckenhaus zurückgezogen. Es ist diesig oder neblig und der Rauch aus den Häusern schafft es kaum, sich zum Himmel zu erheben. Die ganze Natur spürt, dass dies der Tiefpunkt des Jahres ist, der Tiefpunkt, nach dem es wieder aufwärts geht.
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4 Kommentare zu „Jul / Yule“
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[...] – Disting, Lichtfest (6. Februar) – Ostara, Frühlingsfest, Fest der Frühlings Tag- und Nachtgleiche (20./21. März) – Beltane, Walpurgisnacht (30. April) – Litha, Sommersonnenwende (21. Juni) – Schnitterfest (31. Juli) – Rudens, Mabon, Fest der Herbst Tag- und Nachtgleiche (22./23. September) – Samhain, Winternacht/Halloween (31. Oktober) – Jul, Wintersonnenwende (21. Dezember) [...]
Die Julnacht ist die längste Nacht des Jahres. Das Julfest ist ein Wendepunkt, ein Anfang. An diesem Tag feiern wir die Rückkehr von Licht und Leben. Jul ist der Geburtstag des Sonnengottes, der Tag des Triumphes des Lichts über die Dunkelheit. Selbst die Christen haben dies beibehalten und haben aus diesem Fest ihr Weihnachten gemacht, den Tag, an dem ihr “Sonnengott”, Jesus, geboren wird. Allerdings muss man bedenken, dass die Christen diesen Festtermin an sich gerissen haben, indem sie die Geburt Jesu willkürlich auf die Zeit der heidnischen Mittwinterfeste verlegten. Bekanntermaßen ist Jesus nicht im Winter, sondern an einem Tag im Frühling geboren worden.
Der altgermanische Festname Jul (engl. yule, isl. jól) ist ein Mehrzahlwort, denn er bezeichnet sowohl das eigentliche Mittwinterfest als auch die Tage, die mit ihm verbunden sind, d.h. die Zeit bis zum Jahresbeginn. Auch der Name Weihnachten ist heidnisch. Jul ist die weihevolle Nacht, in der Baldur wiedergeboren wird. Die Sonne hat den südlichen Wendekreis erreicht und kehrt nach dem Norden zurück. Der Zweig, der Baldur den Tod brachte, die Mistel, wird zum Heilssymbol. Licht und Wärme, die nun kommen werden, feiern wir durch ein Feuer oder durch viel Kerzenlicht.
Der Lichterbaum ist der immergrüne Weltbaum, der nun erstrahlt. Der in Skandinavien übliche Julbock (z.B. aus Stroh) ist ein Symbol der kommenden Fruchtbarkeit und des Schutzes durch Thor, dessen heiliges Tier er ist. Weil es das Familienfest ist, bei dem auch die Ahnen dabei sind, derer man dabei gedenkt und die in der Überlieferung als Wilde Jagd mit Odin durch die Raunächte reiten, gehört Jul zu den wichtigsten heidnischen Festen. Als Wende des Jahres ist es sogar das wichtigste Fest, an dem alles endet und neu beginnt. Daher werden bei der Julfeier alle Feuer und Lichter gelöscht und neu entzündet. Haus und Hof werden mit Räucherwerk gereinigt
Einmal im Jahr, in der heiligen Nacht,
verlassen die toten Krieger die Wacht.
Sie kommen nach Haus, nach Art und Ordnung zu sehen,
schweigend treten sie ein in den festlichen Raum,
den Tritt der Stiefel, man hört in kaum,
sie stellen sich still zu Vater, Mutter und
Kind,
sie spüren, dass sie erwartete Gäste sind.
Es brennt für sie eine rote Kerze am
Tannenbaum,
es steht für sie ein Stuhl am gedeckten
Tisch,
es glüht für sie im Glase dunkel der Wein.
Und in die Weihnachtslieder, gläubig und
frisch,
stimmen sie fröhlichen Herzens mit ein.
Es duftet nach Tannen und Äpfel und
Mandelkern,
und es ist alles wie einst und der Tod ist so
fern.
Wenn dann die Kerzen am Lichtbaum zu Ende
gebrannt,
legt der tote Krieger die erdverkrustete
Hand
jedem der Kinder leise aufs junge Haupt:
“Folg deinem Herz, weil ich stets an
dich geglaubt.”
Einmal im Jahr, in der heiligen Nacht,
beziehen die toten Krieger wieder die ewige
Wacht.
That was a very nice post