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Dies ist das Tor zur Welt der Wahren Wunder. Wer reinen Herzens ist, der trete ein. (Michael Ende)
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“sag’ mir”, fragt das Herz die Seele, ” sag mir bitte, warum ich in diesem Leben so oft verschieden schlagen muss!”

“weißt du, kleines, es bestimmen die Gezeiten die Heftigkeit deiner Reaktionen.” weiß die Seele zu antworten.

“die Gezeiten?” fragt das Herz nach, “du meinst, das auf und ab im leben eines Menschen?”

“ja….das auf und ab im leben eines Menschen. frag’ das Gefühl, meine Schwester….es wird dir genauer erklären können!”

und so wendet sich das Herz an das Gefühl.

“sag’ mir, Gefühl….du kannst mir verständlich machen, warum ich im Leben derart unterschiedlich schlagen muss?”

“aber ja, mein Herz, ich vermag es dir zu sagen.” antwortet das Gefühl.

“es bedingt immer einer gewissen Erscheinung, die mich dich veranlasst, deinen Rhythmus zu ändern.”

Erstaunt schaut das Herz sein Gefühl an: “aber….was hat ein Außenstehendes mit uns zu tun?”

Lächelnd streicht das Gefühl seinem Herzen über sein Haar…..

“es gibt Seelen, die berühren mich derart stark, dass ich mit meiner Reaktion diese willkommen heissen muss, oder aber mich abwenden lässt….und so schlägst auch du um, weil du mich spüren kannst und meinen Eindrücken auf deine Art Nachdruck verleihst. Und das macht uns perfekt.”

“mhhh….” grübelt das Herz…”aber…woher nimmst du denn diese Eindrücke?” möchte es wissen.

“es ist die Fähigkeit, uns jedermann nahe zu lassen…..oder ihn von uns abzustossen.”

“ich habe doch schon so oft heftig reagieren müssen….das waren die Menschen, die du zulassen konntest?” bohrt das Herzchen.

“ja…und am heftigsten war es immer, wenn wir in Übereinstimmung mit Seele und Geist jemanden in uns herein gelassen haben…..”

“HALT!!” meldet sich der Gedanke.

“wenn es So war, habt ihr oft nicht auf mich gehört!”

“na na…” beschwichtigt die Seele, “hattest du denn nicht auch wohlgefallen an dem, was das Gefühl annahm?”

“schon,” lenkt der Gedanke ein, “aber es war stets zu vehement, unser liebes Gefühl!”

“aber nein”, antwortet dieses, “warum sollten wir das Glück denn entbehren? Auch, wenn es sehr bald weitergehen musste? Sind es nicht die Momente, die uns immer wieder leben lassen?”

“….auch, wenn es nur für eine kurze Zeit andauern sollte….es gilt, das Glück zu erfahren, nicht zu halten, wenn es weiterwandern muss” ergänzt die Seele.

“ach!!….und dann muss ich so arg schlagen?” will das herz wissen.

“ja….das soll so sein!” flicht das Gefühl ein.

“ja…aber….wo sind denn all die, die mir einst derart zugesetzt haben?” stammelt das Herz

“die, mein kleines Herz, die haben ein anderes Ziel gefunden.” beruhigt der Verstand

Seufzend legt das Gefühl seine arme um die Seele und schaut auf seine alten Wunden.

“ja….die Gezeiten des Lebens….man darf sie immer nur Händeln, man kann sie nie beeinflussen! Dies übernehmen Sonne, Mond und Sterne! Und sammeln wollen wir uns in bitterer Zeit und offen sein für die kommende süsse….dem Licht des Lebens, seinem sinn und dem wohlgefallen und der Schönheit unseres seins.”

(Verfasser unbekannt)

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