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Die Geschichte vom Holzpferd„ Das Holzpferd“, so heißt es, „lebte länger in dem Kinderzimmer als irgend jemand sonst. Es war so alt, dass sein brauner Stoffbezug ganz abgeschabt war und eine ganze Reihe Löcher zeigte. Die meisten seiner Schwanzhaare hatte man herausgezogen, um Perlschnüre auf sie aufzuziehen. Es war in Ehren alt geworden…
„Was ist wirklich“, fragte eines Tages der Stoffhase, als sie Seite an Seite in der Nähe des Laufställchens lagen, noch bevor das Mädchen hereingekommen war, um aufzuräumen. „Bedeutet es Dinge in sich zu haben, die summen und mit einem Griff ausgestattet zu sein?“ „ Wirklich“, antwortete das Holzpferd, „ ist nicht, wie man gemacht ist. Es ist etwas, was an einem geschieht. Wenn ein Kind dich liebt für eine lange, lange Zeit, nicht nur, um mit dir zu spielen, sonder dich wirklich liebt, dann wirst du wirklich.“„Tut es weh?“, fragte der Hase.
„Manchmal“, antwortete das Holzpferd, denn es sagte immer die Wahrheit. „Wenn du wirklich bist, dann hast du nichts dagegen, dass es weh tut.“
„Geschieht es auf einmal, so wie wenn man aufgezogen wird“, fragte der Stoffhase wieder, „oder nach und nach?“
„Es geschieht nicht auf einmal“, sagte das Holzpferd. „Du wirst. Es dauert lange. Das ist der Grund, warum es nicht oft an denen geschieht, die leicht brechen oder die scharfe Kanten haben oder die schön gehalten werden müssen. Im allgemeinen sind zur Zeit, da du wirklich sein wirst, die meisten Haare verschwunden, deine Augen ausgefallen; du bist wackelig in den Gelenken und sehr hässlich. Aber diese Dinge sind überhaupt nicht wichtig; denn wenn du wirklich bist, kannst du nicht hässlich sein, ausgenommen in den Augen von Leuten, die überhaupt keine Ahnung haben.“
„Ich glaube, du bist wirklich“, meinte der Stoffhase. Und dann wünschte er, er hätte es nicht gesagt – das Holzpferd könnte empfindlich sein. Aber das Holzpferd lächelte nur.
(aus dem Kinderbuch “The Velveteen Rabbit“ von M. Williams)
Von einem groß gewordenen Kind, das gelernt
hat, nicht zu tun, was du sagst, sondern zu
tun, was du tust.
Als du dachtest, ich schau grad nicht hin,
hast du meine erste Kinderzeichnung an
deiner
Wand aufgehängt,
und ich wollte sofort noch einmal zeichnen.
Als du dachtest, ich schau grad nicht hin,
sah ich, wie du eine streunende Katze
gefüttert hast,
und ich lernte, daß es gut ist, zu Tieren
freundlich zu sein.
Als du dachtest, ich schau grad nicht hin,
habe ich gesehen, daß du gerade meinen
Lieblingskuchen für mich gebacken hast,
und ich lernte, daß gerade die kleinen Dinge
die besonderen Dinge im Leben sein können.
Als du dachtest, ich schau grad nicht hin,
habe ich dich ein Gebet sprechen gehört,
und ich lernte, auf Gott zu vertrauen.
Als du dachtest, ich schau grad nicht hin,
habe ich gesehen, daß du ein Essen
zubereitet
hast und es dann zu einem unserer Freunde
gebracht hast, weil er krank war,
und ich lernte, daß wir alle zusammen helfen
müssen, um für einander zu sorgen.
Als du dachtest, ich schau grad nicht hin,
sah ich, wie du Zeit und Geld investiert
hast, um anderen Leuten zu helfen, die
nichts
hatten,
und ich lernte, daß die, die etwas haben,
denen abgeben sollten, die nichts haben.
Als du dachtest, ich schau grad nicht hin,
sah ich, wie du unser Haus und jeden darin
versorgt hast,
und ich lernte, daß wir für das Sorge tragen
sollen, was uns anvertraut ist.
Als du dachtest, ich schau grad nicht hin,
sah ich, wie du dich um deinen
Verantwortungsbereich gekümmert hast, auch
als du dich nicht gut fühltest,
und ich lernte, daß ich Verantwortung tragen
müsste, wenn ich erwachsen sein würde.
Als du dachtest, ich schau grad nicht hin,
sah ich Tränen aus deinen Augen fließen
und ich lernte, daß einem manchmal etwas weh
tut,
und daß es in Ordnung ist, darüber Tränen zu
vergießen.
Als du dachtest, ich schau grad nicht hin,
sah ich, daß du mich gern hast
und ich wollte alles sein, was in mir
steckt.
Als du dachtest, ich schau grad nicht hin,
lernte ich die Lektionen fürs Leben, die ich
brauchte,
um ein guter und produktiver Mensch zu sein,
wenn ich erwachsen sein würde.
Als du dachtest, ich schau grad nicht hin,
schaute ich auf dich und wollte sagen:
“Danke für alle Dinge, die ich gesehen
habe,
als du dachtest, ich schau grad nicht hin.
(unbekannt)
…auf dem Weg durch euer Leben
fügt niemandem Leid zu, seid niemals Anlass,
dass ein anderer betrübt ist.
Im Gegenteil:
Wann immer ihr einen Menschen glücklich
machen könnt, tut es!
(Spruch der Winnebago)
Das Einzige, was die Welt wirklich braucht,
ist, dass jedes Kind auf Mutter Erde
glücklich heranwachsen darf.
(Chief Dan George)
Die Arbeit läuft Dir nicht davon, wenn Du Deinem Kind den Regenbogen zeigst.
Aber der Regenbogen wartet nicht, bis Du mit der Arbeit fertig bist.
(unbekannt)












