Archiv für die Kategorie „Indianer“
- Seit den Zeiten, als nur Sonne und Mond uns Licht gaben, kannte ich Dich. Aus den riesigen und undurchdringlichen Wäldern heraus beobachtete ich Dich. Ich war Zeuge, als Du das Feuer bändigtest und fremdartige, neue Werkzeuge machtest.
Von den Kämmen der Hügel und Berge aus sah ich Dich jagen und beneidete Dich um Deine Jagderfolge. Ich fraß Deine Beutereste und Du hast meine Beutereste gefressen.
Ich lauschte Deinen Gesängen und sah Deinen Schatten um die hellen Feuer tanzen. In einer Zeit, so weit zurück, dass ich mich kaum mehr erinnern kann, schlossen sich einige von uns Dir an um mit Dir an den Feuern zu sitzen. Sie wurden Mitglieder Deines Rudels, jagten mit Dir, beschützten Deine Welpen, halfen Dir, fürchteten Dich, liebten Dich.
Und für sehr lange Zeiten lebten wir so zusammen, denn unsere Wesen waren sich sehr ähnlich. Deswegen hast Du die Zahmen von uns adoptiert. Ich weiß, einige von Euch respektieren auch mich, den Wilden. Ich bin ein guter Jäger. Auch ich respektierte Dich. Auch Du warst ein guter Jäger. Ich sah Dich oft gemeinsam mit den Zahmen Beute erlegen.
In jenen Zeiten gab es alles im Überfluss. Es gab nur wenige von Euch. Die Wälder waren groß. Wir heulten zusammen mit den Zahmen in der Nacht. Einige von ihnen kehrten zu uns zurück, um mit uns zu jagen. Einige von ihnen fraßen wir, denn sie waren uns zu fremd geworden. So lebten wir zusammen für lange, lange Zeiten. Es war ein gutes Leben.
Manchmal stahl ich von Deiner Beute, und Du stahlst von meiner Beute. Erinnerst Du Dich, wie Dein Rudel hungerte als der Schnee hoch lag? Du fraßt die Beute die wir erlegt hatten. Das war unser Spiel. Das war unsere gegenseitige Schuld. Manche nannten es ein Versprechen.
Wie viele der Zahmen aber wurdest auch Du uns immer fremder. Wir waren uns einst so ähnlich, aber jetzt erkenne ich einige der Zahmen nicht mehr und ich erkenne auch einige von Euch nicht mehr. Du machtest auch die Beute zahm. Als ich begann, Deine zahme Beute zu jagen (es waren dumme Kreaturen auf die die Jagd keine Herausforderung war, aber die wilde Beute war verschwunden), jagtest Du mich und ich verstand nicht, warum.
Als deine Rudel immer größer wurden und begannen, gegeneinander zu kämpfen, sah ich Eure großen Kriege. Ich fraß jene, die Du erschlagen hattest. Dann jagtest Du mich noch mehr, denn für mich waren sie Nahrung, aber Du hattest sie getötet.
Wir Wilden sind nur noch wenige. Du zerstörtest unsere Wälder und brachtest viele von uns um. Aber ich jage immer noch und füttere meine versteckten Welpen, wie ich es immer getan habe. Ich frage mich, ob die Zahmen eine weise Wahl trafen, als sie sich Euch anschlossen. Sie haben den Geist der Wildnis vergessen. Es gibt viele, viele von ihnen, aber sie sind mir so fremd.
Wir sind nur noch wenige und ich beobachte Dich immer noch, um Dir auszuweichen.
Ich denke, ich kenne Dich nicht mehr länger.
Canis Lupus (Aus dem Buch “Brother Wolf” von Jim Brandenburg)
Dieser Text darf nicht verkauft werden, niemand darf sich daran materiell bereichern. Die Hopifriedensbotschaft muß allen Menschen frei, also kostenlos zugänglich sein, so wie das mit allem ursprünglichen Wissen und Weisheit seit jeher der Fall war. Nur in der heutigen Zeit wird fälschlicherweise aus allem Profit geschlagen.
Vollständiges Kopieren und Weiterverbreiten ist erwünscht.
Übermittelt von Craig Carpenter, aufgeschrieben von Bruno Minder und anderen.
Einführung:
“Hopi ist der Name des ältesten Ureinwohnerstammes auf der Schildkröteninsel. Schildkröteninsel ist der ursprüngliche Name des Kontinents, den wir heute Nord- und Südamerika nennen. Ihr Stammesland befindet sich im heutigen Nordwesten Arizonas. Eine der wichtigsten Bedeutungen des Wortes Hopi ist: friedfertig. Hopi hat als einer der wenigen Stämme auf diesem Planeten nie Kriege gegen andere Stämme geführt, so wie wir das von unserer europäische Geschichtsüberlieferung gewohnt sind. Hopi lebt anhand uralter Überlieferungen und Voraussagen. Die ursprünglichen Hopi sind Maisbauer, und das in einem Gebiet, wo es nach modernen, wissenschaftlichen Untersuchungen wegen Wassermangel nicht möglich sein soll, Getreide und ähnliches zum reifen zu bringen. Hopi hat aber weder Bewässerungsanlagen, noch künstliche Düngemittel, trotzdem lebt dieser Stamm seit tausenden von Jahren in dieser kargen Wüstenlandschaft; was nur Dank ihrer tief verwurzelter Religion möglich ist. Durch die Bedrohung der modernen Lebensweise, welche sich ja gegen alles ursprüngliche Leben wendet, sei es nun in der Mineral – Pflanzen – Tier – und Menschenwelt, ist Hopi als Stamm und als Lebensform kurz vor dem Ende. Wer verstehen kann, was das bewirken wird, ist zum Handeln aufgefordert.

Über Craig Carpenter:
Craig stammt aus einer Familie die vergessen wollte, daß sie zu den Ureinwohnern der Schildkröteninsel gehört. Als Einundzwanzigjähriger besuchte Craig das Stammesgebiet der Mohawk-Indianer im Staate New York. Dort erkannte er seine Stammeszugehörigkeit. Nach dem College ging er an die Försterschule im Staat Michigan. Um 1949 begann seine große Suche. Geführt durch seine innere Stimme, kam er drei Jahre später ins Land der Hopi. Dort begegnete er bedeutenden Clan- und DorfführerInnen. Die folgenden 20 Jahre war Craig unterwegs zu den traditionellen Stammesoberhäuptern des nördlichen Kontinents, was zu großen traditionellen Stammestreffen führte. Eines dieser Treffen fand im Juni 1968 in Henryetta, Oklahoma, statt. Craig besuchte und durchreiste 1973 Europa, wo ich ihn in Bern kennenlernte. Auf meiner dritten Reise auf der Schildkröteninsel hat Craig die Hopifriedensbotschaft für mich auf Tonband gesprochen, da er sah, daß mein Auffassungs- und Wiedergabevermögen für all die Details der Botschaft nicht so geschult ist, wie das seinige. Jemand wie Craig stellt an sich die Anforderung, einmal Gehörtes wortgetreu, also Wort für Wort, zu übermitteln, wie er es selber gehört hat. Craig ist für mich der eindrucksvollste, liebevollste, strengste, aufrichtigste Mensch, dem ich bis heute begegnen durfte. Craig lebt mit seiner Familie im Norden der Schildkröteninsel (1984).

Craig Carpenter erzählt:
“Ich saß bei diesen Zusammenkünften der verschiedenen Hopiführer als ein Außenseiter. Ihr Übersetzer war meistens Thomas Banyacya. Jeder hatte einen Teil des Wissens der vollständigen Hopibotschaft. Aber seine Art des Übersetzens blieb im zeitlichen Ablauf ungeordnet. Bis ich das alles auf Papier brachte, um herauszufinden, welche Überlieferung wohin gehört. Da bekam ich ein besseres, ganzheitlicheres Bild. Und so sage ich dir, daß du meine Rede kaum von einem Hopi oder einer Gruppe Hopi auf diese Art hören wirst. Vielleicht hörst du es nicht einmal von Thomas B. auf diese Art, weil er als Kojoteklanzugehöriger nur seinen Teil der Botschaft erzählt, es sei denn, er übersetze für andere, dann muß er es so sagen, wie diese es wollen. Und bevor du es nicht von den drei Spitzenklanführern gehört hast, wirst du nicht alle diese Einzelheiten hören, die ich dir sagen werde, weil Thomas B. nicht überall dabei war. Und auch dann wäre es fragwürdig, ob er es so erzählen würde, wie ich es erzähle. Wenn du aber diese gehörten Worte zu den Hopi zurückbringst und sie fragst, ob das, was du von Hopi gehört hast, wahr ist oder nicht, werden sie dir das Gesagte höchstwahrscheinlich bestätigen, dir sogar noch genauere Einzelheiten erzählen, als ich sagen werde.
Der Prophezeiungsteil ist eigentlich nur eine Seite der vollständigen Hopi-Friedensbotschaft. Auf die Art und Weise, wie ich sie studiert habe und verstehe, ist sie in fünf Teile aufgeteilt, wie die fünf Finger einer Hand. Sie erzählt kurz gesagt:
1. Woher wir kommen, wir als menschliche Wesen auf dieser Erde,
2. Warum wir hierher kamen; die Schwierigkeiten, die in der vorhergehenden Welt stattgefunden hatten ( Not, Korruption, Gottlosigkeit etc.). Die wenigen übriggebliebenen aufrichtigen Menschen, die leben oder überleben wollten, mussten auf diese Erde kommen, um Zuflucht zu finden.
3. Was ihnen geschah, nachdem sie hierher kamen; z.B. das Zusammentreffen mit MASSAU’U, dem Großen Geist und der Spinnenfrau, seiner Helferin, und wie sie von ihm Erlaubnis bekamen, auf diesem Lande zu leben.
4. Was den Hopi und all den Menschen und allem Leben auf der Erde jetzt geschieht.
5. Was den Hopi und allen Menschen und allem Leben auf Erden geschehen wird, wenn wir als Sterbliche nicht unseren Pflichten und Verantwortungen nachkommen, wenn wir uns und unsere Führer nicht verbessern, korrigieren, anhand unserer eigenen ursprünglichen Anweisungen. Das will sagen, wenn wir nicht unsere täglichen Handlungen mit unseren ursprünglichen Anweisungen vergleichen und gemachte Fehler zu verbessern versuchen, uns zu bessern versuchen. Auch die Fehler unserer Führer sollten wieder gut gemacht werden, solange wir noch Zeit dazu haben, was sagen will, solange wir noch Zeit dazu haben, bevor wir uns zerstören oder zerstört werden.

Die Hopibotschaft des Friedens, wie ich sie soeben in ihren fünf grundlegenden Teilen beschrieb, wurde nicht geplant, um jemanden zu ändern oder zu bekehren. Sie wurde geplant, Menschen zu ermutigen, ihre eigenen ursprünglichen Lebensanweisungen nachzuprüfen, da alle ursprünglichen Menschen, alle ursprünglichen Stämme das gleiche grundlegende Lebensmuster erhielten, wie es die Hopi haben. Die Hopi haben es zwar in größerer Ausführung, aus gutem Grunde; denn sie wurden ja im Zentrum gelassen, die Gruppe am Herzen (heart and core) dieses Landes und Lebens auf ihm, soweit es menschliche Wesen betrifft.

Sonst würden sie nicht diese ursprünglichen Anweisungen haben und aufbewahren, für den Fall, daß eine andere ursprüngliche Gruppe, ein anderer ursprünglicher Stamm seine eigenen ursprünglichen Lebensanweisungen vergessen haben sollte, vergessen im Sinne von “etwas davon verloren zu haben” oder “etwas daran gehängt zu haben”, wodurch sie Fehler begehen würden. Wir wurden vom Großen Geist gewarnt, weder vom Lebensmuster etwas wegzunehmen, noch etwas dazu zu tun. Falls wir das trotzdem tun würden, bestünde die Möglichkeit, Fehler zu machen, es könnte uns Leid tun, es könnte uns dadurch Leid zustossen, wir könnten dadurch sogar sterben. Er gab uns Anhaltspunkte um herauszufinden, ob wir Fehler machen oder nicht.

Wenn wir z.B. Menschen finden würden, die hinterrücks übereinander sprächen, würde das ein Zeichen sein, daß etwas nicht stimmt, daß sie sich nicht mehr an die Anweisungen halten.
Würde nun dieser Umstand nicht verbessert, durch Zurückkehren zu den ursprünglichen Anweisungen, könnte die Sache schlimmer werden.
( Die Anweisungen der einfachen, aufrichtigen, auf der Erde basierenden Lebensart, welche wir von Ihr gelernt hatten. Sie lehrte uns diese Lebensart, und wir schworen, sie aufrecht zu erhalten, damit wir auf diesem Land weiterleben dürften und so eine Chanche haben würden, ein langes, glückliches Leben zu leben. Sie = die Spinnenfrau, Helferin von MASSAU’U )
Würde dieser Zustand nicht verbessert werden, würde die Lage noch schlimmer werden und dahin führen, daß wir gegenseitig Blut vergießen würden. Beim Erreichen dieses Zustandes würde es sehr schwierig, ja sogar fragwürdig werden, ob wir den Weg zurück zu den ursprünglichen Anweisungen noch finden könnten. Die Menschen würden in diesem aufgewühlten Zustand gar nicht mehr auf die Aufforderungen hören können, zum ursprünglichen Lebenswerg zurückzukehren. Sie würden diesen zerstörerischen Lebensweg weitergehen, oder sie würden sich durch Hexerei und Wohlfahrt selber zerstören. Sie würden vielleicht durch dir Naturkräfte zerstört werden, Naturkräfte wie Erde, Wasser, Feuer, Luft, wilde Tiere, Krankheiten, fremdartige Krankheiten und eine Menge anderer Kräfte, durch welche die Menschen umkommen würden und ja auch schon zerstört wurden. Die Hopi-Friedensbotschaft ist also bestimmt, Menschen daran zu erinnern, zu ihren eigenen ursprünglichen Anweisungen zurückzukehren, nicht den Hopi-Lebensweg zu befolgen, sondern den eigenen ursprünglichen Weg, sich selber und ihre Führer zu bessern, solange noch Zeit dazu vorhanden ist.

Diese Botschaft enthält siebzehn, nach meiner Meinung wichtige Überlieferungen, mit dem Kommen der Menschen aus dem Osten beginnend. Es würden Menschen von Osten her auf dieses Land kommen. Sie würden die Zeit der Prüfungen und Versuchungen ankündigen. Drangsal und Widerwärtigkeiten würden durch diese Menschen kommen. Alle Menschen und alle Arten und Formen von Leben müßten durch diese abschließende Testzeit hindurch, ohne Rücksicht auf den Grad der Vollkommenheit ihres Heimatlandes. Diese Testzeit würde zeigen, ob die Menschen den Anweisungen des Großen Geistes treugeblieben wären, oder was mit ihnen geschehen würde. Diese Testzeit würde süße Worte, süße Rede, süße Esswaren, Drohung, Zwang, Gewaltanwendung beinhalten. Es würde sogar sehr gewalttätig werden, bevor sie vorüber wäre. Menschen würden zu einer ihnen fremden Religion gezwungen. Das würde alles erwartet werden. Natürlich könnte diese Testzeit so streng werden, daß fast alle aufgeben und von diesem geraden, wirklichen Weg abweichen würden. Blieben aber einer, zwei oder drei Menschen dem ursprünglichen Lebensplan gegenüber treu, so würde das genügen, um zu garantieren, daß die menschliche Lebenskette nach dem großen Reinigungstag weitergehen könnte.
Echter Friede, Brüderlichkeit und glückliches Leben würde nach dieser Zeit gelebt werden. Es wäre schön, wenn es mehrere schaffen würden; einer, zwei oder drei aber würden genügen.
Wie gesagt würde es beginnen, sobald diese fremden Menschen von Osten her kommen würden. Wir würden sie an ihren Objekten erkennen, welche auf der Erde rollen, auf runden Dingen, ähnlich der Spindel, mit welcher man Wolle spinnt. Diese Objekte würden nicht genau so wie eine Spindel aussehen, aber so etwas ähnliches. Das würde für uns ein Signal sein, sozusagen wie: haltet euch fest, der Sturm geht bald los, haltet euch bereit !

Falls sich diese erfinderischen Menschen ihrer ursprünglichen Lebensanweisungen erinnern könnten, würden sie dieses Talent, diese Begabung zum Wohle Aller, nicht nur ihrer selbst einsetzen. Jedem Stamm wurde ja ursprünglich ein ihm zugehöriges Talent ( Begabung ) gegeben, und wenn dieses Talent seiner ursprünglichen Bestimmung entsprechend angewendet würde, wäre das zum Nutzen Aller, und nicht nur für die mit dem jeweiligen Talent Ausgerüsteten. Wenn nun diese Menschen ihre ursprünglichen Anweisungen vergessen hätten, wovon auch sie am Anfang unterrichtet worden waren, die friedfertige Lebensweise, die auch ihnen anvertraut worden war, würden sie ihre Begabung dazu benutzen, andere Menschen zu beherrschen. Ihre nächste zu sehende Erfindung würde zeigen, ob sie sich an ihre Anweisungen erinnerten: eine Maschine, die übers Land rollt, ohne gezogen zu werden. Sie würde sich von selbst vorwärts bewegen. Diese Maschinen würde dann soweit verbessert werden, daß sie eigens dafür bestimmte Wege bauen müßten, weil sie sich so schnell fortbewegen würde. Es würde zwei verschiedene Arten dieser Wege geben. Einer glatt und wie ein Fluss aussehend, nur daß er auch hügelaufwärts gehen würde ( der Fluß fließt ja nur hügelabwärts ), und diese Wege würden manchmal aussehen, wie wenn Wasser darauf wäre; aber es wäre nicht wirklich Wasser, es würde nur so aussehen. Diese Wege würden das ganze Land zerschneiden. Das würde das Zeichen sein, daß dieses Werk vom Zerstörer und nicht vom Schöpfer komme. Eine der ursprünglichen Anweisungen besagt, niemals das Land aufzuteilen, zu zerschneiden. Aber diese Wege würden das Land aufteilen, zerschneiden. Einige sagten, daß die sogar die Berge durchschneiden würden. Die andere Art dieser Wege würden zwei Metallstreifen sein, nebeneinander, und die Maschinen, die sich darauf fortbewegten, würden so entwickelt werden, daß eines dieser Objekte an das andere gehängt würde, so daß sie wie eine Schlange aussehen würden, und so, daß ganze Dörfer von Menschen darin Platz finden würden. Diese Wege, diese zwei parallel laufenden Metallstangen, würden aussehen, als kämen sie in der Ferne zusammen. Doch sie würden nicht wirklich zusammen kommen, es würde nur so aussehen. Dann würde es sogar soweit kommen, daß jemand einen Weg im Himmel erfinden würde. Zu dieser Zeit würde das Erste Große Erdegerüttel stattfinden, dieses Ereignis, welches in dem in Stein gehauenen Lebensplan der Hopi in der Nähe von Oraibi als erster Kreis auf der geraden Linie eingehauen ist. Und dieses Gerüttel, oder was immer es sein würde, würde von allen Menschen wahrgenomen werden. Es würde eine Warnung für uns Menschen sein, daß etwas an unserer Lebensweise falsch sei, daß etwas nicht in Ordnung sei. Nachdem es sich beruhigt haben würde, würden wir eine Zeitspanne zur Verfügung haben, um zu überdenken, was denn nun da geschehen wäre. Zu sehen, was wir getan hätten, daß wir dieses Erdengerüttel geschaffen hätten, diese große Störung.(1. Weltkrieg)

Und uns dann verbessern, wenn wir das wollten, solange wir noch Zeit dazu hätten. Aber wenn wir es verpassen würden, uns in einer aufbauenden Weise zu verbessern und zu den ursprünglichen Anweisungen ( die Anweisungen, die den einfachen, aufrichtigen Lebensweg betreffen und uns die Möglichkeit geben, ein langes, glückliches und fruchtbares Leben zu leben und uns daran zu erfreuen ) des Schöpfers ( Großer Geist ) zurückzukehren, dann würde ein anderes großes, für alle spürbares, Ereignis eintreffen. Das zweite würde ernsthafer, heftiger sein als das erste, das wäre dann, wenn das Swastikasymbol ( Hakenkreuz ) mit dem Sonnensymbol zusammen auftreten würde, nachdem das Malteserkreuzsymbol die erste große Bewegung geleitet haben würde. In der Zwischenzeit würden auch die Maschinen und die Wege im Himmel entwickelter sein, bis zu dem Punkt, daß die Hopis ganze Dörfer von Menschen in diesen Objekten über ihre Köpfe fliegen sehen würden. Ich ( Craig ) schweife hier ein wenig ab und gebe ein paar persönliche Bemerkungen. Denn es ist für mich ein Wunder, daß der Große Geist schon in den frühen Tage, vor langer Zeit, den ersten aufrichtigen Menschen diese heiligen Anweisungen gab. Wie konnte Er damals schon wissen, daß eines Tages eine der größten trans-amerikanischen Fluglinien über die Hopidörfer fliegen würde? Nämlich die Fluglinie Los Angeles – Chicago, die führt fast genau über diese Hopidörfer hinweg, so daß die Hopi diese “Dörfer von Leuten” über ihre Köpfe hinweg fliegen sehen. Ich selber war in diesen Hopidörfern und konnte sehen, wie die Flugzeuge darüber fliegen. Tatsache ist, daß ich bei einer bestimmten Gelegenheit Mitglied eines dieser “fliegenden Dörfer” war. Damals flog ich von Los Angeles nach Chicago und konnte die Hopidörfer unter uns sehen. So kann ich diese Prophezeiung in Erfüllung bezeugen, und zwar von oben wie von unten. Wenn jetzt aber diese Fluglinie nur einige Kilometer nördlicher oder südlicher vorbeiziehen würde, könnten diese “fliegenden Dörfer” von den Hopi gar nicht wahrgenommen werden. Deshalb ist dieses Detail der Botschaft sehr eindrücklich für mich.

Wie gesagt würden wir dieses zweite Erdgerüttel haben. Wenn sich nun die Menschen nicht verbessern würden, dann könnte jemand eine Erfindung machen, die beschrieben würde als Kürbis voller Asche. – Beim Erzählen dieser Begebenheit machten sie jeweils eine Handbewegeung und beschrieben einen Behälter in der Größe eines Basketballes. – Dieser “Kürbis voller Asche” würde, falls er von jenem Weg im Himmel fallengelassen würde, dort die Erde verbrennen, das Wasser zum Kochen bringen und Asche machen aus der Gegend, wo er niederfällt. Dort würde für lange Zeit nichts mehr wachsen können. Falls die Menschen es soweit treiben würden, falls dies Wirklichkeit würde, wäre das ein Zeichen für die Hopi, sich zu erheben, um die Hopibotschaft des Friedens zu verbreiten. Damit würden sie auch aufzeigen, daß es einen besseren Lebensweg gibt als diesen zerstörerischen, daß es einen Lebensweg des Großen Geistes gibt, welcher allen ursprünglichen Menschen anvertraut wurde. In wievielen tausend verschiedenen Sprachen, weiß ich nicht. Auf jeden Fall ist die Sprache eines der Erkennungszeichen eines Stammes. Die andern sind: das eigene, unabhängige Heimatlandgebiet, die eigene unabhängige Religion, die Regierungsform und die eigene ursprüngliche Nahrung. Diese Dinge hat jeder ursprüngliche Stamm erhalten und die jeweiligen Stammeseigenheiten werden am Ende dieser Epoche massgebend sein um herauszufinden, wie treu wir als Stamm unseren eigenen ursprünglichen Anweisungen gegenüber geblieben sind. Natürlich wird auch massgebend sein, ob wie uns noch an sie erinnern, sie ausüben, und in unserem eigenen Heimatland weiterlehren.

Die modernen Nationen anerkennen diese vier Stammeseigenheiten als Ganzes nicht mehr. Auch werden diese vier Stammeseigenheiten bei modernen Nationen nicht mehr von der Religion bestimmt. Diese Verbreitung der Hopi-Friedensbotschaft an die Welt würde Folgendes beabsichtigen:
1. Die anderen Treuen, Gläubigen zu finden und anzuziehen, welche bis zu diesem Zeitpunkt noch standhaft geblieben sind, in dieser ausgeprägten Zeit der Prüfungen, Versuchungen und Widerwärtigkeiten, bevor sie ganz vom Weg abkommen.
2. Die anderen gutherzigen Menschen, welche zu dieser Zeit mit uns leben würden, zu finden und aufmerksam zu machen und ihnen eine Chance zu geben, etwas zu tun an Hand ihrer religiösen Anweisungen, ihrem religiösen Lebensweg.
3. Die Übeltäter auf diesem Kontinent zu finden und anzuziehen und ihnen damit eine Chance zu geben, ihre Fehler einzusehen und anhand ihrer Lehren, ihrer eigenen Art, umzukehren.
4. Wenn dies bei den Übeltätern nichts bewirken würde, war als Viertes bestimmt: das “einfache” Volk zu erreichen und anzuziehen. Damit es, nach seinen Methoden, eine Chance zu handeln habe, um diese Übeltäter, diese Führer, zu verbessern, solange noch Zeit dazu ist.
Wenn nun aber diese vier Menschengruppen verfehlen würden, die zerstörerischen Lebensbedingen zu verbessern, die sich ereignet haben, würde es, als Zeichen dieser groben Fehler, viele Erscheinungen geben:
Das Wetter würde sich schlagartig verändern, die Jahreszeiten würden sich verschieben, so daß das Wetter so stark aus dem Gleichgewicht geraten würde, daß es Schnee im Sommer, Warmwetter mit blühenden Blumen im Winter geben würde. Bäume und Pflanzen würden sich anders als üblich verhalten. – Bei meinem Stamm erzählten sie von Bäumen, die an ihrer Spitze, von oben nach unten, zu sterben beginnen. ( Er erzählt noch andere Beispiele aus seinem Stamm im Osten der Schildkröteninsel, heutzutage Amerika genannt. )
Das alles würden solche Zeichen sein. Wie ich sagte, würde sich das Wetter verändern: es würde zuviel Regen oder zuwenig Regen geben, zuviel Wind oder nicht genügend Wind, Erdbeben und unerklärliche Feuersbrünste, rätselhafte, schreckliche Krankheiten, von denen wir noch nie zuvor gehört haben würden. Und wenn bei den Hopi die Zeit des Maispflanzens da wäre, würde nicht Frühlingswetter herrschen, sondern es könnte sehr kalt sein, so daß die Leute ihren Mais mit Handschuhen pflanzen müssten. Einige redeten von “Säcken an ihren Händen” um den Schnee wegzumachen und dann das Pflanzloch in die Erde zu graben um so den Mais zu pflanzen. Gleichgewichtsstörungen würden zunehmen, Geisteskrankheiten sich vermehrt zeigen, die Scheidungsrate würde höher und höher, die unheilbaren Krankheiten und die Kriege würden sich vermehren, wenn die Menschen nach dem Hören der Hopibotschaft es unterlassen würden, sich zu bessern.

Vier verschiedene Methoden würden den Hopi zur Verfügung stehen, um die vier verschiedenen Menschengruppen zu erreichen:
1. Das gesprochene Wort, also die “Gesicht zu Gesicht” – Verständigung.
2. Das Sprechen über “Spinnenetze”. Es würde wie ein Spinnetz sein, welches an beiden Enden mit einem Instrument verbunden wäre. Dieses Instrument würde man in der Hand halten, und am anderen Ende des Spinnetzes wäre auch ein Mensch, der so ein Instrument in der Hand halten würde. So könnten sie gegenseitig ihre Stimmen hören. Diese Spinnetze würden das Land überspannen, so wie das Spinnetze eben tun.
3. Die Art der Zeichen auf Maishüllen. Wenn eine Person etwas sagen möhte, würde sie diese Gedanken auf Maishüllen schreiben, die andere Person würde dann diese Zeichen sehen, lesen und verstehen, was diese Person sagen will, und sie könnte ihre Gedanken auch mit Zeichen auf eine Maishülle schreiben und diese zurückschicken. Und so würde das hin und her gehen. – Wir nehmen jetzt an, daß damit der Briefverkehr vorausgehen würde.
4. Die Art oder Methode, bei welcher man in einem fensterlosen Raum sitzt und spricht, und die Stimme würde klar und deutlich auf der anderen Seite der Berge gehört werden.

Ich war damals dabei, als sie ihre Botschaft das erste Mal übers Radio verbreiteten. (Er macht genaue Angaben, wo in Los Angeles dieses Studio war und wer die Sendung leitete u.s.w.: Anfänglich war den Hopi fünfzehn Sprechminuten gegeben, um ein paar wichtige Informationen durchzugeben. Schlussendlich sprachen sie volle zwei Stunden. Die Hopi nickten dann im Studio ein, da sie von der langen Reise sehr müde waren. Bald nach der Sendung erhielten wir Telefonanrufe im Studio. Einige waren von der anderen Seite der Sierra Mountains. So waren die Hopi befriedigt, ihre Botschaft hatte “die andere Seite der Berge” erreicht und diesen Prophezeiungsteil somit erfüllt. Bei unserer Gastgeberin, wo sich die Hopi schlafenlegten, hörte ich die ganze Nacht Radio und es wimmelte von Anrufen in Bezug auf das, was die Hopi sagten. Die Anrufe kamen vom südlichen Texas bis zum nördlichen Montana, hinter den Rocky Mountains und von den großen Prärien. Später erzählte mir der Programmleiter, daß die Reaktionen auf diese Sendungen so groß waren, wie noch nie bei einer seiner Nachtsendungen. Auch bekam er eine große Anzahl Briefe. Seit dieser ersten Erfahrung mit dem Radio, waren sie mehrere Male zu hören gewesen, dann sogar beim Fernsehen, wo ich fünf Mal dabei war. Nach diesen fünf Mal ging ich nicht mehr mit, denn es hieß ja den Leuten drei, vier oder mehr Chancen geben.

as waren also die vier Methoden, die angewandt wurden um die vier Menschengruppen zu erreichen, und wie ich gesagt habe, war ja die Anweisung, nicht über diese vier Methoden hinaus zu gehen. Es sollte ja vom Schöpferplan nichts dazu noch davon weggenommen werden, sondern die Anweisungen sollten in ihrer ursprünglichen Form erfüllt werden. Würden nun diese vier Kommunikationsmethoden ihr Ziel verfehlen, die vier Menschengruppen zu einer aufbauenden Handlungsweise zu bringen, stünde zu dieser Zeit, an der östlichen Seite dieses Landes, ein großes Haus mit durchsichtigen Wänden. In diesem Hause würden sich die Führer von Weltnationen treffen. Die Hopi würden dann drei oder vier Mal zu diesen gehen. Und so würden auch den Führern der Weltnationen noch mehrere Chancen gegeben sich untereinander und gegenseitig zu berichtigen. Auch würden die Hopi erzählen, was diese Nation hier für Unheil anrichtet. Wenn sie das erfüllt haben werden, und immer noch nicht bewirkt habe, daß die Übeltäter mit ihrem Zerstörungswerk (*) aufhören würden, würden die Hopi vier Handlungen anwenden, zeremonielle Handlungen, spirituelle Handlungen, um ihre Stimme in Richtung aufgehender Sonne zu schicken und von dort Hilfe anzufordern.

( * Gegen die Anweisungen des Großen Geistes, also zerstörische Aktivitäten, Zerstörung des Landes, Wasserverschmutzung, Luftverschmutzung, was die Naturkräfte herausfordern würde, so daß die merkwürdigen, fremdartigen Krankheiten auftreten würden, die Geisteskrankheitswelle ansteigen würde, die Scheidungsraten hochschnellen würden, die Kriege sich weiterhin vermehren würden, die Weltprobleme immer größer würden, anstatt daß sie verschwinden würden; was ja geschehen würde bei Einsicht und Berichtigung der begangenen Fehler. Nur die treuen, aufrichtigen Menschen können bewirken, daß diese “Sachen” verschwinden. )
Falls jemand auf der anderen Seite des Großen Wassers diesen Hilferuf hören würde, jemand in Richtung der aufgehenden Sonne, und Hopis es bis zum östlichen Rande dieses Kontinents hier schaffen würden, dann würden Leute auf der andern Seite des Großen Wassers helfen, daß die Hopi übers Wasser könnten, um durch die Heimatländer dieser Leute, und wieder zurück ins Hopiland, zu reisen. Die Hopi sind sehr arme Leute und verhältnismäßig ungeschult, jedenfalls was die moderne Ansicht von Schulung betrifft. Gleichwohl wird jemand auf der andern Seite des Großen Wassers ausgerüstet sein, um ihnen zu helfen, ihre Botschaft dort drüben zu verbreiten. Somit wird auch den Leuten dort eine Chance gegeben, etwas zu tun, auf ihre eigene Art und Weise, um diese schreckliche Situation zu verbessern, welche sich zu diesem Zeitpunkt schon weltweit ausgebreitet haben würde. Es wurde gesagt, daß die Botschaft bis zum Ostrande diese Ost – Westlandes gebracht würde, dieses Landes, wo die wichtigsten Bergzüge Ost – West verlaufen. ( Hier laufen ja die wichtigen Bergzüge Nord – Süd, eben das Nord – Südland. ) So würden sie das tun.

Irgendwann, während diese Ereignisse stattfinden würden, würde es immer schlimmer und schlimmer werden. Mehr und mehr Zerstörerisches würde in Erscheinung treten. Es gibt sogar Prophezeiungen, daß Zivilrechtsbewegungen im Süden stattfinden würden. Sobald Menschenblut vergossen würde beim Versuch, die schrecklichen Bedinungen in diesem Land zu bessern, und diese nicht verbessert würde, würde immer mehr Blut fliessen.
Nachdem die Stimme der Hopi auf der andern Seite des Großen Wassers verbreitet sein würde, sollte auch der Bahanna davon gehört haben. Und es wird angenommen, daß er sofort zu den Hopi zurückkäme. ( Zum jüngeren Bruder zurück, Bahanna wird oft mit “Großer weisser Bruder” übersetzt. ) Hier würde er sofort anfangen, seinem jüngeren Bruder (Hopi) zu helfen. Da gibt es ja eine längere Geschichte, wie der Bahanna vor sehr langer Zeit los zog, um seine Mission, seinen Auftrag zu erfüllen, in Richtung aufgehender Sonne zu gehen um dort seinen Bestimmungsort zu erreichen zu der Zeit, wo der große Stern am Himmel erscheinen würde, was den Leuten hier das Zeichen wäre, daß er seinen Bestimmungsort erreicht haben würde. ( Das Erscheinen des großen Sterns wurde von Craig mit dem Jahr 1054 nach Christus bezeichnet. )

Die Möglichkeit hätte bestanden, daß er direkt zurückgekommen wäre, um mit der Gottlosigkeit aufzuräumen, die schon zu dieser Zeit aufgekommen war. Gottlosigkeit in dem Sinne, daß Menschen versuchen gegen andere Gewalt anzuwenden. Seine Aufgabe war also, auf dem schnellsten Wege zurückzukehren. Würde sich aber seine Rückkehr aus dem Land in Richtung aufgehender Sonne auch nur um einen Tag verschieben, könnte das zur Folge haben, daß es sehr lange Zeit gehen würde, bis er zurückkommen würde. Hopi wartet immer noch auf seine Rückkehr. Der große Stern ist erschienen, was unter anderem damals ein Zeichen für sie war, sich in diesen Dörfern, wo sie jetzt noch leben, niederzulassen. All diese Klippenwohnstätten durch den ganzen Südwesten. Sie hatten die Aufgabe, an diesen Stellen, oder in ihrer Nähe, Felszeichnungen, Felsinschriften, Maiskolben und pulverisierten Mais zu hinterlassen; – was sie auch taten. Diese Handlungen verstärkten, unterstützten den Landanspruch des Großen Geistes für diesen Kontinent. Die Rückkehr des Bahanna sollte dazu bestimmt sein, die Rechtschaffenheit in diesem Land zu schützen, Schluss zu machen mit der Gottlosigkeit und auch mit den gottlosen Menschen, – welche ja die Quelle aller Gottlosigkeit sind, hier und überall auf Erden. Es sind nicht die Vögel und die Tiere, die diese Zerstörung verursachen, es sind die schlimmen, boshaften, gottlosen Menschen. Gottlos bedeutet hier Menschen, die nicht mehr nach den ursprünglichen Anweisungen leben, sondern davon etwas weggenommen, oder etwas hinzugefügt haben. Dadurch bringen die Früchte ihrer Gedanken und Handlungen Zerstörung von Leben. Also sehr zerstörerische Menschen.
Deshalb müßte er ja kommen, um dieses Land zu reinigen. Nun, wenn er kommen würde, würde er sehr schnell kommen; tatsächlich würde er in einem Tag Kontrolle über das ganze Land haben, vielleicht in einem halben Tag. Er könnte sogar vor dem Frühstück kommen, so schnell würde er kommen. Bei seiner Ankunft in diesem Land würden alle Maschinen still stehen. Er würde geradewegs zum Dorf Oraibi kommen. Hier würde er sich zu erkennen geben, sich selber vorstellen. Die wirklichen Hopi würden sich ihm gegenüber zu erkennen geben, auf eine Weise, die ihn befriedigt. Dann würde er die Hopi fragen, was ihnen die anderen Menschen angetan hatten, die gottlosen Menschen. Die Hopi würden ihm antworten müssen, da er der Einzige der ursprünglichen Stämme ist, dem vom Großen Geist die Macht oder das Recht gegeben wurde, über andere Menschen zu urteilen und dann das Urteil auch zu vollstrecken. Hopi sagt, daß es einen Stamm und davon einen Menschen gibt, der mit dieser Aufgabe vertraut wurde, dem diese Pflicht auferlegt wurde; der die Verantwortung, die Macht und die Autorität dazu hat. Diese Verantwortung, ich sage dieses Wort nochmals. Und das würde Derjenige sein. Die Hopi würden ihm sagen, was gegen sie getan wurde. Die Vergehen gegen die grundlegenden Anweisungen des Großen Geistes. Nachdem die Anklagen gemacht sein würden, würden die Hopi mit ihren Fingern auf bestimmte Menschen zeigen. Danach würde sich der Bahanna dem Oberhaupt der Menschenkinder und Völkerausplünderer zuwenden und ihn fragen, was er zu diesen Anschuldigungen zu sagen habe. Ich nehme an, daß er einige Worte sagen würde, so wie das Verbrecher zu tun pflegen. Dann würde sein Helfer sich an den zweithöchsten politischen Verbrecher wenden, nachdem dieser von den Hopi oder anderen Betroffenen angeklagt wurde, wer immer das auch sein wird.

- Hopi bedeutet ja f r i e d f e r t i g e Menschen. So wurden sie vom Großen Geist benannt, und das sind sie auch. Ich kenne keinen Stamm, der so wie sie nie einen Krieg geführt hat, und das während ihrer ganzen Geschichte, welche ja bis weit vor die letzte große Überschwemmung zurückgeht. Und so lange sie friedvolle Menschen bleiben, haben sie das Recht, diesen Namen zu tragen. Wenn sie aber diese Vertrauensstellung und Verantwortung verletzen, werden sie diesen Namen verlieren. – - -
So würde es ein Hopi sein, es muß nicht ein Hopiindianer sein, es kann ganz einfach ein friedfertiger, aufrichtiger Mensch sein, wie ich verstehe, der seine Anklage machen würde. Auch der zweite politische Verbrecher würde auf der Stelle hingerichtet werden. Die anderen Helfer des Bahanna würden vom Himmel fallen wie Regen und die Sonne verdunkeln, so viele würden es sein, und sie würden das Hinrichten der überführten Hauptverbrecher weiterführen. Sie würden die andern Menschen fragen, was sie gegen die Anschuldigungen, die gegen sie gemacht worden wären, zu sagen hätten. Das würde in einer spiralförmigen Ausreitung vorsichgehen, in Oraibi beginnend. Je größer die Spirale würde, umso mehr Land würde es einbeziehen und dementsprechend mehr Menschen würden enthauptet werden. So würden bald die Stadtränder erreicht sein. Die Helfer oder die Gefolgschaft des Bahanna würden zu diesem Zeitpunkt die Menschen gar nicht mehr fragen müssen, da sie die Fähigkeit haben würden, beim bloßen Anblick zu erkennen, ob vor ihnen ein todwürdiger Verbrecher stehen würde, und dann würden sie sofort das Urteil vollstrecken. So wie ich das verstehe, würde nach der Reinigung dieses Landes die ganze Erde gereinigt werden. Aber es würde hier in Oraibi beginnen, weil das der Ort ist, wo alle die ursprünglichen Stämme durch den Großen Geist erschaffen wurden.

Von Oraibi aus wurden sie damals zu den verschiedenen Landgebieten der Erde gesannt, um ihnen zu helfen; nicht etwa um sie auszubeuten, sondern um jeder Gegend zu helfen, diejenige Bestimmung zu erfüllen, für die sie erschaffen wurde. Diese Bestimmung ist, eine Lebensordnung zu schaffen, welche soviel gutes Leben als möglich erzeugen würde, nicht nur Menschenleben, sondern alle Formen von Leben. Jeder ursprüngliche Stamm erhielt diese Verantwortung, dieses Sonderrecht, das zu tun; zusammen mit den unsichtbaren Hütern und mit vollständigem Bewußtsein und Zusammenarbeit, um so dem Erdenleben zu helfen, soviel Lebensordnung als möglich zu verwirklichen, die ganze Erde einem Garten Eden gleichzumachen. Ähnlich dem Garten E(r)den, der in der Bibel beschrieben wurde.
Die Hopi wurden gewarnt, nicht weit weg von ihren Dörfern zu gehen, denn wären sie weit von zu Hause weg und der echte “Weiße Bruder” würde kommen, hätten sie eine schwierige Zeit nach Hause zu gehen, denn alle Maschinen würden ja stillstehen. Die Hopi wurden aufgemuntert, frühmorgens zu rennen, und kalte Bäder zu nehmen, damit sie starke Beine haben würden, für den Fall, daß sie von sehr weit weg heimkommen müßten, daß ihre Herzen stark sein würden, für das Kommen des Reinigungstages. Der Schock durch all diese Enthauptungen und Schreie könnte so stark sein, daß dabei sogar ein aufrichtiger Mensch an Herzschlag sterben könnte. So sollten diese kalten, abhärtenden Bäder und viel Rennen eine Vorbereitung sein.
Sie wurden gewarnt, falls sie bei den Urteilsvollstreckungen durch die Helfer von Bahanna in der Nähe von Städten wohnen würden, sie nicht zuschauen sollten, damit nicht auch sie von diesem Schwert oder was es sein würde getroffen würden. Diejenigen welche versuchen würden nach Oraibi zurückzukehren, würden eine sehr schwierige Zeit haben, und nur ganz wenige würden es schaffen, und diese würden auf ihren Händen und Knien ankommen. Ich weiß nicht, ob das bedeutet, daß sie so schwach sein werden, oder ob es ein Zeichen der Heimatliebe ist.

Nachdem der Bahanna das ganze Land und die Menschen darauf geläutert haben würde, würde er, mit Hopi als Sprecher der aufrichtigen Menschen dieses Landes in Anwesenheit des Großen Geistes MASSAU’U selbst, zusammen sitzen und entscheiden, welches der Lebensweg der Zukunft sein würde. Denn nach dem Reinigungstag würden die Überlebenden aufrichtigen Menschen, echten Frieden, echte Bruder/Schwesternschaft und ein langes Leben genießen. Vielleicht würden sie auch wieder Ein Volk werden, eine Einheit, wie am Anfang dieses Zeitalters. – Sie würden sich alle untereinander verstehen können, diese Drei würden auch entscheiden, welches die wahre Religion wäre, auch würden sie die gleiche grundlegende Nahrung haben. Bis dahin waren den Hopi und anderen sehr enge Regeln gegeben worden, die das Heiraten betraf.
In der neuen Zeit würden sie davon frei untereinander heiraten können, da sie alle aufrichtige Menschen, unter der Führung des Großen Geistes, sein würden. Ein großer Tag, dem wir entgegensehen. Wir hoffen, daß er bald kommen wird. Andere Menschen wollen ihn hinauszögern. Wir aber wissen, daß je schneller er kommt, umsoweniger Blut wird vergossen werden.
Falls durch irgendwelche Gründe der Bahanna, der echte “weisse” Bruder, seine Aufgabe nicht erfüllen würde, seine Verantwortung nicht tragen würde, so wie wir das verstehen, würde der Rote kommen. Er würde vom Westen kommen. Er würde ein rotes Symbol haben. Er würde eine rote Kappe oder einen roten Mantel haben; mit ihm würden sehr viele Leute kommen, zahlreich und langsam wie Ameisen, und sie würden zerstören oder verändern wen oder was immer sie antreffen. Sie würden nicht in Oraibi beginnen, sondern von außen her. Sie würden erst am Schluß nach Oraibi kommen. Den Hopi wurde gesagt, daß zur Zeit ihres Kommens ein großes Dorf am Fuße der Mesa stehen würde, und daß die Leute in diesem Dort die wirklichen Hopi so sehr stören würden, daß sie kaum mehr Pflanzland oder gar keine Pflanzland mehr hätten, so daß sie mit angezogenen Beinen am Rande der Mesas sitzen müssten. Das zeigt, wie wenig Lebensraum sie zu dieser Zeit zur Verfügung hätten. Den Leuten im ursprünglichen Dorf Oraibi wurde gesagt, daß sie bei seinem Kommen in den Hinterraum ihrer Häuser gehen sollten, dort wo sie den Mais mahlen, sich dort verstecken und die Hände auf die Ohren pressen. Denn die Zerstörung der Menschen und des Dorfes am Fuße der Mesa würde so schlimm sein, daß schon der Ton, das Geräusch davon sie zu Tode schockieren könnte. Auch sollte niemand von ihnen auf dem Hausdach stehen und schauen, was dort unten vor sich geht, sonst würde der Rote geradewegs die Mesas heraufkommen und sie vom Hausdach herunterschmeissen, wobei sie sterben könnten; das um zu zeigen, wie bösartig und stark es sein würde. Nachdem nun diese Person mit dem roten Symbol dieses Land und Leben darauf in seinem Sinne “gereinigt” haben würde, wissen wir nicht, welche Sprache wir dann sprechen würden, wir wissen nichts davon.
Er würde dann die höchste Autorität sein, und alles würde sich dann nach ihm richten müssen.
Falls er durch irgendwelche Gründe seine Aufgabe nicht erfüllen würde, seine Verantwortung nicht tragen würde, so wie wir das verstehen, würden die Naturkräfte immer mehr und mehr aus dem Gleichgewicht geraten. Es würde immer härter werden. Unerklärliche Feuersbrünste, Vulkansausbrüche, Erdbeben, Erdrutsche würden die Bevölkerung zerstören, sogar die Steine würden schreiend und weinend über die Erde rollen, weil die Menschen nicht aufhören würden, Fehler zu machen. Die Überschwemmungen würden immer zerstörerischer, starke Stürme, zerstörerische Trockenperioden, mehr und mehr Geisteskrankheiten, Familienzerrüttungen, mehr Kriminalität, immer mehr Kriege, es würde schlimmer und schlimmer bis zu dem Punkt, wo die Menschen sich selbst zerstören würden. Das alles würde soweit führen, bis auf diesem Land nur noch vier aufrichtige Menschen übrig sein würden. Ein aufrichtiger Mensch würde ja genügen, drei oder vier würden schon viele sein… Diese Vier müßten zusammenkommen und Tabak in Gebetsform verbrennen und sich beim Großen Schöpfer entschuldigen, daß es ihnen nicht möglich war, die Bedingungen auf diesem Land zu ordnen.

Das würde der Moment sein, wo die Naturkräfte im Auftrage der Vier die Reinigung übernehmen würde. Vielleicht würden sich die Weltmeere wieder die Hände reichen, um das Land sauberzuwaschen, wie damals bei der Großen Flut. Auch bestünde die Möglichkeit, daß sich die Erde überschlagen würde, und zwar nicht nur einmal, sondern gleich drei- oder viermal. So würde das Wasser übers Land steigen und es sauberwaschen, reinigen. Würde dieser Punkt der Zerstörung erreicht sein, würde wohl kein Mensch mehr das Recht haben, weiterhin auf der Erde zu leben. Wahrscheinlich würden nur die Ameisen wieder auf der Erde leben, eine sehr gut organisierte Lebensform. Jemand hat auch gesagt, daß vielleicht ein Bruder und eine Schwester überleben würden, und neu beginnen dürften. Doch das ist sehr fragwürdig.
Würden es diese Vier unterlassen, zusammen zu kommen, um die Naturkräfte zu rufen, würden diese von sich aus handeln. Wenn Vater Sonne bei seinem täglichen Rundgang auf die Erde schaut, sieht er ja wirklich alles. Er ist der Vater von allem Leben, er kann allen Menschen in die Herzen sehen und ihre Gedanken lesen, er sieht alle Wünsche und Motive; würde er nun bei seinem täglichen Rundgang keinen einzigen redlichen Menschen mehr finden, würde er bei seinem Untergehen im Westen dem Zwillingsneffen der Spinnenfrau dort auf dem Meer sagen: “Nun, es gibt keine aufrichtigen Menschen mehr auf diesem Land, alle sind gegangen. Weißt du deine Pflicht noch?” “Ja”, wird er sagen, “ich weiß meine Pflicht.” Er reitet ja auf dem Rücken dieser großen Wasserschlange, dieser Wassergottheit. Er würde ihr ins Ohr flüstern: “Mach dich bereit, es ist Zeit, deine Aufgabe zu erfüllen.” Tags darauf, wenn Vater Sonne über dem Atlantischen Ozean, am östlichen Rand aufsteigen würde, würde er das Gleiche dem Zwillingsneffen dort drüben sagen: “Als ich gestern übers Land ging, sah ich keine redlichen Menschen mehr. Sie sind alle der Gottlosigkeit und Korruption verfallen. Weißt du deine Pflicht noch?” Und er würde sagen: “Ja, ich weiß meine Pflicht.” Und er wird es der Wasserschlange dort sagen, daß es Zeit wäre, ihre Aufgabe zu erfüllen.

Beim nächsten Sonnenaufgang über dem Atlantischen Ozean würde diese Wasserschlange größer und größer werden, und das Wasser in Bewegeung setzen. Zur gleichen Zeit würde sich die Wasserschlange im Pazifik an ihre Arbeit machen, größer und größer werden, – sie können ja jede Größe und Form annehmen -, bis sich der Atlantische- und der Pazifische Ozean die Hände reichen würden, und so alles Land reinwaschen würden.
Es gibt einige Shoshoniindianer, die sagen, daß zuerst großes Feuer sein würde, und sie sagen, daß die “sieben Schwestern” wieder ihren Männern folgen würden, diese sieben Vulkane im Nordwesten würden ihre Tätigkeit wieder aufnehmen; nicht nur Mt. St. Helen, sondern alle andern bis herunter zum Mt. Shasta und Mt. Lassen. So würde das Land zuerst durch die Vulkane gereinigt, und nachher durch das Wasser, um sicherzugehen, daß Alles zerstört würde.
Wenn wir Menschen also unsere Aufgabe verfehlen würden, die begangenen Fehler auf dieser Erde zu korrigieren, und die Naturkräfte diese Aufgabe übernehmen müßten, würde es sehr fragwürdig, ob wir Menschen nochmals Gelegenheit bekommen würden, auf dieser Erde zu leben. Auch würden die meisten andern Lebensformen zerstört werden, die Ameisen würden auf jeden Fall noch hier leben, vielleicht auch andere Lebensformen.
Nun, so wie ich die Hopifriedensbotschaft verstehe, ist das grundsätzlich alles, und wie ich am Anfang gesagt habe, wirst du es von keinem Hopi auf diese Art hören, aber wenn du sie fragst, werden sie sagen, daß dies hier grundsätzlich stimmt, und noch ihr eigenes Wissen dazufügen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es ziemlich schwierig, noch Hopi zu finden. Es sind ja etwa siebentausend Leute, welche behaupten, Hopi zu sein. Aber wie viele von ihnen dort draußen sind noch wirkliche friedfertige Menschen, die die Anweisungen des Großen Geistes befolgen, so wie sie am Anfang gelehrt wurden? Nur mit dem Pflanzstock, dem Sack voller Samen und dem Wasserbehälter, diesen einfachen, aufrechten, auf der Erde basierenden Lebensweg leben, wie viele sind es noch ?
Ich selber kenne einige wenige, welche ich als wirkliche Hopi betrachte, sehr wenige. Zum Glück sind das nach den Prophezeiungen der Hopi noch genug. William hat dies alles schon früher mal gehört und ich möchte ihn jetzt fragen, ob ich etwas vergessen habe, oder etwas falsch gesagt habe. “Einige Kleinigkeiten hast du diesmal nicht erzählt, doch brauche ich ein wenig Zeit um sie selber wieder zu wissen.” “So habe ich also ein paar Fehler gemacht. Ich gebe dir das Recht, deine Gedanken zu sammeln und sie dann auch noch auf Band zu reden.
Was mich betrifft, habe ich mein Bestes getan. Es ist schon sehr lange her, seit ich das letzte Mal darüber gesprochen habe. Ich weiß auch, daß mein Erinnerungsvermögen heute nicht so geschärft war wie damals. Nun möchte ich meinen Zuhörern und ihren unsichtbaren Helfern danken, daß sie sich die Zeit, die Umstände und die Geduld genommen haben, mir zuzuhören, – er bedankt sich in seiner Stammessprache -, auch möchte ich alle ermutigen, die ihrer Religion aufrichtig, ehrlich und rein gegenüberstehen, zu den Hopi zu gehen, um herauszufinden, ob das was sie von ihrer Botschaft gehört haben, wahr ist oder nicht.” ( In diesem Moment ist draußen vor der Türe ein sehr lautes, bestätigendes Geräusch zu hören, welches Craig veranlasst, sich nochmals zu bedanken. )
so gefunden bei Esoterium.de
Aus dem Buch deines Lebens kannst du
keine Seiten heraustrennen,
aber immer wieder ein neues Kapitel beginnen.
(unbekannt)
Foto: fotodruide , „ex libris 1730“ Some rights reserved. Quelle: piqs.de
Die Kinder des weißen Mannes dürfen nicht mehr einzigartig sein. In der Schule, vom Fernsehen etc… überall lernen sie, dass sie sich so verhalten müssen, wie alle anderen und dass sie nichts mitzuteilen hätten.Der weiße Mann sagt seinen Kindern, dass sie von nichts eine Ahnung haben und dass deshalb ihr ganzes Leben zum Lernen da sei. In den Schulen sagen sie ihnen, dass sie hier für das Leben lernen, und wenn danach vielleicht das Leben anfängt, dann müssen sie noch immer lernen.
Wir sagen unseren Kindern, dass sie das große Wissen in sich tragen und dass jeder Tag dazu da ist, um daraus zu schöpfen und dabei sich selbst sowie die Welt ständig neu zu erschaffen.Und überall, wo der weiße Mann die Erde berührt hat, ist sie verwundet.
Wir lehren unsere Kinder die Gesetze der Natur und des Lebens zu achten und dass sie ihr alles zurückgeben, was sie von ihr erhalten. Sie lernen, alleine auf ihre innere Stimme zu hören und so ihren Weg zu gehen.
Unsere Kinder wissen, dass sie ein Ausdruck des Großen Geistes sind. Es ist das, was sie sind, und sie sind das, was er ist (=Ich Bin, der/die Ich Bin). ER tut denkt und fühlt – was sie denken und fühlen und umgekehrt. Sie wissen, dass sie wertvoll sind, wie sie sind. Und unsere Kinder wissen, dass sie wichtig sind und dass ihr Leben ein besonderer Beitrag ist, für den Frieden unter den Menschen auf Mutter Erde.
Eure Frauen dürfen ihre schöpferischen Kräfte nicht mehr anwenden, sie werden in Kunststoffbekleidung gezwungen, so dass ihre Poren nicht mehr atmen können. Sie müssen aus wertloser Nahrung das Essen zubereiten, und anstatt der lebendigen Hitze des Feuers verwenden sie Strahlen, die zerstörerisch sind.. Und die Religion sagt ihnen, dass sie zu schweigen haben. Doch wenn die Kraft der Frau krank ist, dann ist die ganze Gesellschaft krank.
Eure kranken Menschen werden durch die erbarmungslosen Räder der Medizin geschickt, denn Krankheit ist bei Euch etwas, dass es zu bekämpfen gilt.
All dies geschieht deshalb, weil eure Gesellschaft auf der zerstörerischen Grundlage der Gier nach immer mehr und immer besserem aufgebaut ist. Dafür gebt ihr euer Leben – ihr arbeitet, bis ihr tot umfallt.
Es ist JETZT die ZEIT der Beschleunigung, und ihr seid angetrieben von der Hektik des täglichen Schaffens.
Genauso verhaltet ihr euch gegenüber der Erde, ihr zieht sie in die Spirale der unkontrollierten Beschleunigung. Je rastloser ihr werdet, desto rastloser wird auch die Erde, denn sie ist wie ihr ein Wesen von Intelligenz und Schönheit.
“Der Weiße Mann hat die Wissenschaft erfunden, weil er glaubt, dass er nichts wisse. Darin liegt aber die Ursache seiner Angst. Und wo Angst ist, dort ist Zerstörung.
Unsere Kinder erfahren, dass das große Wissen in ihnen selbst liegt, weil jede Zelle ihres Körpers die Erinnerung an alles trägt. Und wenn sie auf die Natur, auf Bruder Baum und auf die Tiere hören, dann fühlen sie sich mit allem verbunden. Daher können sie ihr Leben unbeschwert leben, weil es Ihnen an nichts fehlt. Sie haben gelernt, dass es nur eines gibt, was wirklich zählt; nämlich dass sie sich schöpferisch am Spiel des Lebens beteiligen.
Die Weltsicht der Wissenschaftler des weißen Mannes ist nur eine unter vielen, und sie ist sehr eng. Für die weißen Völker ist es sehr wichtig, Entdeckungen zu machen. Sie haben deshalb die Wissenschaft erfunden, weil sie glauben, dass sie nichts wissen. Deshalb können sie auch nicht wirklich die Zusammenhänge dieser Welt erklären. Sie können die Pyramidenbauten nicht erklären, ob hier bei uns oder in Ägypten. Sie können die Weisheit dieser Kulturen nicht erklären. Ob das Inka-Imperium, das Maya-Imperium, oder Stonehenge in England – das alles wird für sie ein Rätsel bleiben. Und ihre Frage, wie einfache Menschen fähig waren, solche Steine zu bewegen, um diese perfekten Bauwerke zu schaffen, bleibt unbeantwortet.
Ihr vom Westen habt uns angeblich ein großes Wissen gebracht, – und wir haben eine andere Wissenschaft. Es ist die Wissenschaft des Herzens. Wissenschaft ohne Verständnis des Schöpfers ist zerstörerisch. Nur das Wissen, dass die universelle Allgegenwart miteinbezieht, hat keine Grenzen. Das ist es was wir brauchen, damit die Kraft der Schöpfung in uns allen wieder zu leben beginnt. Die Erde ist nicht unser Besitz, und wir können mit ihr nicht machen, was wir wollen. Die Herrscher der Welt beginnen zu spüren, dass ihre Macht zu Ende geht. Wir benötigen jetzt die Macht der Menschen, die fähig sind, einen Neuen Weg zu gehen und die Rückanbindung zu vollziehen. Der weiße Mann sagt seinen Kindern, dass sie von nichts eine Ahnung haben und dass deshalb ihr ganzes Leben zum Lernen das sei. In den Schulen sagen sie ihnen, dass sie hier für das Leben lernen, und wenn danach vielleicht das Leben anfängt, dann müssen sie noch immer lernen. Wir sagen unseren Kindern, dass sie das große Wissen in sich tragen und dass jeder Tag dazu da ist, um daraus zu schöpfen und dabei sich selbst sowie die Welt ständig neu zu erschaffen.
Wir haben den weißen Mann beobachtet und auch seine Wege, weil er sich in unsere Welt hineindrängte und uns gezwungen hat, seinem Willen zu folgen und seine Vorstellungen zu teilen. Wir haben ihn in aller Stille beobachtet, und wir haben lange nicht darüber gesprochen. In der Schule wurde uns allen der Weg der Trennung und der Herrschaft der Menschheit über die Erde gelehrt. Das sind nicht unsere Wege, aber unsere Leute haben zugehört – und sie haben geschwiegen. Denn sie haben gelernt, dass sie sterben würden, wenn sie die vorherrschende Gesellschaft herausfordern. Jetzt aber ist die Zeit gekommen, wo wir nicht mehr länger schweigen können. Wir wissen, dass es ZEIT ist, die TRENNUNGEN zu BEENDEN und die Weisheit unserer Herzen mitzuteilen.
Der weiße Mann hat uns gelehrt, dass Gott getrennt ist von uns, dass er in der Kirche verehrt werden muss, und dass der Kontakt mit Gott nur durch organisierte Religionen möglich ist.
Wir aber zeigen unseren Kindern, dass Gott oder wie auch immer ihr es nennen möget, Überall ist und zwar in jedem Baum, in jeder Blume, in jedem Blatt, in jeder Wolke, in jedem Berg/Stein/Sandkorn etc. also ÜBERALL!
Jede Blume hat den Geist in sich, das Bewusstsein der Urquelle.
Wir haben gelernt, dass der weiße Mann seine Religionen keineswegs ernster genommen hat, als seine Gesetze. Beide benützt er nur als Instrument, um auf andere Völker und Menschen Druck auszuüben. Bis heute hat er nicht erkannt, dass er sich damit nur selbst betrogen hat. Und überall, wo der weiße Mann die Erde berührt hat, ist sie verwundet. Wir lehren unsere Kinder die Gesetze der Natur und des Lebens zu achten und dass sie ihr alles zurückgeben, was sie von ihr erhalten. Sie lernen, alleine auf ihre innere Stimme zu hören und so ihren Weg zu gehen.
Der weiße Mann hat uns gesagt, dass es nur eine Art gibt, den großen Geist anzubeten und ihm zu dienen. Wir haben nie verstehen können, warum er dann die Menschen so verschieden behandelt. Unsere Kinder wissen, dass sie ein Ausdruck des Großen Geistes sind. Es ist das, was sie sind, und sie sind das, was er ist (=Ich Bin, der/die Ich Bin). ER tut denkt und fühlt – was sie denken und fühlen und umgekehrt. Sie wissen, dass sie wertvoll sind, wie sie sind. Und unsere Kinder wissen, dass sie wichtig sind und dass ihr Leben ein besonderer Beitrag ist, für den Frieden unter den Menschen auf Mutter Erde.
Wir haben die Weltsicht des Westens studiert und haben entdeckt, dass sie ein großes Problem hat. Sie trennt die Menschen untereinander und von der Natur. Dann können die Menschen die Natur nur noch als Gegenstand sehen und nicht mehr ihre Seele begreifen. Und von diesen Abgeschnittensein von der Natur – von den Sternen, den Tieren und den Pflanzen – kommt ihre große Einsamkeit. Diese Trennung bedeutet, dass viele nicht mehr die Freude genießen können, die ihnen die Natur bietet.
Magda Wimmer,
Die Maya: Weber der Zeit, Spieler des Universums
Arkana Goldmann Verlag
*Worterklärung: Unter dem hier verwendeten Begriff “der weiße Mann” den alle indianischen, aboriginies und sonstigen Urvölker nehmen, ist folgendes zu verstehen: Diese Völker wussten, dass die westliche Welt eine rein männlich dominierte Ordnung und Kultur ist. Sie wissen auch, dass das weibliche Bewusstsein ein zyklisches und naturbezogenes ist. Dieses Bewußtsein haben die Urvölker, welches die Natur gewahrt und die Verbindung zwischen allen Teilen des Universums achtet. Wenn die Urvölker (wie hier zitiert wird im nachfolgenden Text) vom sog. Weißen Mann sprechen, dann meinen sie damit NICHT eine Rasse, sondern eine KULTURELLE HALTUNG! Sie bezeichnen damit den LEBENSSTIL DER ZERSTÖRUNG und der AUSBEUTUNG DER ERDE sowie KEINE ACHTUNG MEHR FÜREINANDER
(Quelle: zivil-isolation.blogspot.com)
Bleib auf deinem Weg
Geschichten aus der Weisheit der Lakota-Indianer. Großvater und Enkel sprechen über die wirklich wichtigen Fragen des Lebens: Wie geben wir unserem Dasein Sinn und sehen seine Schönheit? Welche Bedeutung haben Schmerz und Verlust?
Die Rede des Häuptlings Seattle vor dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika im Jahre 1855
Der große Häuptling in Washington sendet Nachricht, dass er unser Land zu kaufen wünscht. Der große Häuptling sendet uns auch Worte der Freundschaft und des guten Willens. Das ist freundlich von ihm, denn wir wissen, er bedarf unserer Freundschaft nicht. Aber wir werden sein Angebot bedenken, denn wir wissen, wenn wir nicht verkaufen, kommt vielleicht der weiße Mann mit Gewehren und nimmt sich unser Land. Wie kann man den Himmel kaufen oder verkaufen oder die Wärme der Erde? Diese Vorstellung ist uns fremd. Wenn wir die Frische der Luft und das Glitzern des Wassers nicht besitzen – wie könnt Ihr sie von uns kaufen? Wir werden unsere Entscheidung treffen.
Was Häuptling Seattle sagt, darauf kann sich der große Häuptling in Washington verlassen, so sicher, wie sich unser weißer Bruder auf die Wiederkehr der Jahreszeiten verlassen kann. Meine Worte sind wie die Sterne, sie gehen nicht unter.
Jeder Teil dieser Erde ist meinem Volk heilig, jede glitzernde Tannennadel, jeder sandige Strand, jeder Nebel in den dunklen Wäldern, jede Lichtung, jedes summende Insekt ist heilig, in den Gedanken und Erfahrungen meines Volkes. Der Saft, der in den Bäumen steigt, trägt die Erinnerung des roten Mannes.
Die Toten der Weißen vergessen das Land ihrer Geburt, wenn sie fortgehen, um unter den Sternen zu wandeln. Unsere Toten vergessen diese wunderbare Erde nie, denn sie ist des roten Mannes Mutter. Wir sind ein Teil der Erde, und sie ist ein Teil von uns.
Die duftenden Blumen sind unsere Schwestern, die Rehe, das Pferd, der große Adler sind unsere Brüder. Die felsigen Höhen, die saftigen Wiesen, die Körperwärme des Ponys und die Menschen, sie alle gehören zur gleichen Familie.
Wenn also der große Häuptling in Washington uns Nachricht sendet, dass er unser Land zu kaufen gedenkt, so verlangt er viel von uns. Der große Häuptling teilt uns mit, dass er uns einen Platz gibt, wo wir angenehm und für uns leben können. Er wird unser Vater und wir werden seine Kinder sein. Aber kann das jemals sein? Gott liebt Euer Volk und hat seine roten Kinder verlassen. Er schickt Maschinen, um dem weißen Mann bei seiner Arbeit zu helfen, und baut große Dörfer für ihn. Er macht Euer Volk stärker, Tag für Tag. Bald werdet Ihr das Land überfluten wie Flüsse, die die Schluchten hinabstürzen nach einem unerwarteten Regen.
Mein Volk ist wie eine ablaufende Flut – aber ohne Wiederkehr. Nein, wir sind verschiedene Rassen. Unsere Kinder spielen nicht zusammen, und unsere Alten erzählen nicht die gleichen Geschichten. Gott ist Euch gut gesinnt, und wir sind Waisen. Wir werden Euer Angebot, unser Land zu kaufen, bedenken. Das wird nicht leicht sein, denn dieses Land ist uns heilig. Wir erfreuen uns an diesen Wäldern. Ich weiß nicht – unsere Art ist anders als die Eure.
Glänzendes Wasser, das sich in Bächen und Flüssen bewegt, ist nicht nur Wasser, sondern das Blut unserer Vorfahren. Wenn wir Euch das Land verkaufen, müsst Ihr wissen, dass es heilig ist, und Eure Kinder lehren, dass es heilig ist und dass jede flüchtige Spiegelung im klaren Wasser der Seen von Ereignissen und Überlieferungen aus dem Leben meines Volkes erzählt. Das Murmeln des Wassers ist die Stimme meiner Vorväter. Die Flüsse sind unsere Brüder – sie stillen unseren Durst. Die Flüsse tragen unsere Kanus und nähren unsere Kinder. Wenn wir unser Land verkaufen, so müsst Ihr Euch daran erinnern und Eure Kinder lehren: die Flüsse sind unsere Brüder – und Eure -, und Ihr müsst von nun an den Flüssen Eure Güte geben, so wie jedem anderen Bruder auch. Der rote Mann zog sich immer zurück vor dem eindringenden weißen Mann – so wie der Frühnebel in den Bergen vor der Morgensonne weicht. Aber die Asche unserer Väter ist heilig, ihre Gräber sind geweihter Boden, und so sind diese Hügel, diese Bäume, dieser Teil der Erde uns geweiht. Wir wissen, dass der weiße Mann unsere Art nicht versteht. Ein Teil des Landes ist ihm gleich jedem anderen, denn er ist ein Fremder, der kommt in der Nacht und nimmt von der Erde, was immer er braucht. Die Erde ist sein Bruder nicht, sondern sein Feind, und wenn er sie erobert hat, schreitet er weiter. Er lässt die Gräber seiner Väter zurück – und kümmert sich nicht. Er stiehlt die Erde von seinen Kindern – und kümmert sich nicht. Seiner Väter Gräber und seiner Kinder Geburtsrecht sind vergessen. Er behandelt seine Mutter, die Erde, und seinen Bruder, den Himmel, wie Dinge zum Kaufen und Plündern, zum Verkaufen wie Schafe oder glänzende Perlen. Sein Hunger wird die Erde verschlingen und nichts zurücklassen als eine Wüste.
Ich weiß nicht – unsere Art ist anders als die Eure. Der Anblick Eurer Städte schmerzt die Augen des roten Mannes. Vielleicht, weil der rote Mann ein Wilder ist und nicht versteht. Es gibt keine Stille in den Städten der Weißen. Keinen Ort, um das Entfalten der Blätter im Frühling zu hören oder das Summen der Insekten.
Aber vielleicht nur deshalb, weil ich ein Wilder bin und nicht verstehe. Das Geklapper scheint unsere Ohren zu beleidigen. Was gibt es schon im Leben, wenn man nicht den einsamen Schrei des Ziegenmelkervogels hören kann, oder das Gestreite der Frösche am Teich bei Nacht? Ich bin ein roter Mann und verstehe das nicht. Der Indianer mag das sanfte Geräusch des Windes, der über eine Teichfläche streicht – und den Geruch des Windes, gereinigt vom Mittagsregen oder schwer vom Duft der Kiefern. Die Luft ist kostbar für den roten Mann – denn alle Dinge teilen denselben Atem – das Tier, der Baum, der Mensch – sie alle teilen denselben Atem. Der weiße Mann scheint die Luft, die er atmet, nicht zu bemerken; wie ein Mann, der seit vielen Tagen stirbt, ist er abgestumpft gegen den Gestank. Aber wenn wir Euch unser Land verkaufen, dürft Ihr nicht vergessen, dass die Luft ihren Geist teilt mit all dem Leben, das sie enthält. Der Wind gab unseren Vätern den ersten Atem und empfängt ihren letzten. Und der Wind muss auch unseren Kindern den Lebensgeist geben. Und wenn wir Euch unser Land verkaufen, so müsst Ihr es als ein besonderes und geweihtes schätzen, als einen Ort, wo auch der weiße Mann spürt, dass der Wind süß duftet von den Wiesenblumen.
Das Ansinnen, unser Land zu kaufen, werden wir bedenken, und wenn wir uns entschließen anzunehmen, so nur unter einer Bedingung. Der weiße Mann muss die Tiere des Landes behandeln wie seine Brüder.
Ich bin ein Wilder und verstehe es nicht anders. Ich habe tausend verrottete Büffel gesehen, vom weißen Mann zurückgelassen – erschossen aus einem vorüberfahrenden Zug. Ich bin ein Wilder und kann nicht verstehen, wie das qualmende Eisenpferd wichtiger sein soll als der Büffel, den wir nur töten, um am Leben zu bleiben. Was ist der Mensch ohne die Tiere? Wären alle Tiere fort, so stürbe der Mensch an großer Einsamkeit des Geistes. Was immer den Tieren geschieht, geschieht bald auch den Menschen. Alle Dinge sind miteinander verbunden.
Was die Erde befällt, befällt auch die Söhne der Erde. Ihr müsst Eure Kinder lehren, dass der Boden unter ihren Füßen die Asche unserer Großväter ist. Damit sie das Land achten, erzählt ihnen, dass die Erde erfüllt ist von den Seelen unserer Vorfahren. Lehrt Eure Kinder, was wir unsere Kinder lehren: die Erde ist unsere Mutter. Was die Erde befällt, befällt auch die Söhne der Erde. Wenn Menschen auf die Erde spucken, bespeien sie sich selbst. Denn das wissen wir, die Erde gehört nicht den Menschen, der Mensch gehört zur Erde – das wissen wir. Alles ist miteinander verbunden, wie das Blut, das eine Familie vereint. Alles ist verbunden. Was die Erde befällt, befällt auch die Söhne der Erde. Der Mensch schuf nicht das Gewebe des Lebens, er ist darin nur eine Faser. Was immer Ihr dem Gewebe antut, das tut Ihr Euch selber an. Nein, Tag und Nacht können nicht zusammenleben. Unsere Toten leben fort in den süßen Flüssen der Erde, kehren wieder mit des Frühlings leisem Schritt, und es ist ihre Seele im Wind, der die Oberfläche der Teiche kräuselt.
Das Ansinnen des weißen Mannes, unser Land zu kaufen, werden wir bedenken. Aber mein Volk fragt, was denn will der weiße Mann? Wie kann man den Himmel oder die Wärme der Erde kaufen, oder die Schnelligkeit der Antilope? Könnt Ihr denn mit der Erde tun, was Ihr wollt, nur weil der rote Mann ein Stück Papier unterzeichnet und es dem weißen Manne gibt? Wenn wir nicht die Frische der Luft und das Glitzern des Wassers besitzen, wie könnt Ihr sie von uns kaufen? Könnt Ihr die Büffel zurückkaufen, wenn der letzte getötet ist?
Wir werden Euer Angebot bedenken. Wir wissen, wenn wir nicht verkaufen, kommt wahrscheinlich der weiße Mann mit Waffen und nimmt sich unser Land. Aber wir sind Wilde. Der weiße Mann, vorübergehend im Besitz der Macht, glaubt, er sei schon Gott, dem die Erde gehört. Wie kann ein Mensch seine Mutter besitzen?
Wir werden Euer Angebot, unser Land zu kaufen, bedenken. Tag und Nacht können nicht zusammenleben. Wir werden Euer Angebot bedenken, in das Reservat zu gehen. Wir werden abseits und in Frieden leben. Es ist unwichtig, wo wir den Rest unserer Tage verbringen. Unsere Kinder sahen ihre Väter gedemütigt und besiegt. Unsere Krieger wurden beschämt. Nach Niederlagen verbringen sie ihre Tage müßig, vergiften ihren Körper mit süßer Speise und starkem Trunk.
Es ist unwichtig, wo wir den Rest unserer Tage verbringen. Es sind nicht mehr viele. Noch wenige Stunden, ein paar Winter, und kein Kind der großen Stämme, die einst in diesem Land lebten oder jetzt in kleinen Gruppen durch die Wälder streifen, wird mehr übrig sein, um an den Gräbern eines Volkes zu trauern, das einst so stark und voller Hoffnung war wie das Eure. Aber warum soll ich trauern über den Untergang meines Volkes. Völker bestehen aus Menschen, aus nichts anderem. Menschen kommen und gegen wie die Wellen im Meer. Selbst der weiße Mann, dessen Gott mit ihm wandelt und redet, wie Freund zu Freund, kann der gemeinsamen Bestimmung nicht entgehen. Vielleicht sind wir doch Brüder. Wir werden sehen.
Eines wissen wir, was der weiße Mann vielleicht eines Tages erst entdeckt: unser Gott ist derselbe Gott. Ihr denkt vielleicht, dass Ihr ihn besitzt, so wie Ihr unser Land zu besitzen trachtet. Aber das könnt Ihr nicht. Er ist der Gott der Menschen, der Roten und der Weißen gleichermaßen. Dieses Land ist ihm wertvoll und die Erde verletzen heißt ihren Schöpfer verachten.
Auch die Weißen werden vergehen, eher vielleicht als alle anderen Stämme. Fahret fort, Euer Bett zu verseuchen, und eines Nachts werdet Ihr im eigenen Abfall ersticken. Aber in Eurem Untergang werdet Ihr hell strahlen, angefeuert von der Stärke des Gottes, der Euch in dieses Land brachte und Euch bestimmte, über dieses Land und den roten Mann zu herrschen. Diese Bestimmung ist uns ein Rätsel. Wenn die Büffel alle geschlachtet sind, die wilden Pferde gezähmt, die heimlichen Winkel des Waldes, schwer vom Geruch vieler Menschen und der Anblick reifer Hügel geschändet von redenden Drähten – wo ist das Dickicht – fort, wo der Adler – fort. Und was bedeutet es, Lebewohl zu sagen dem schnellen Pony und der Jagd: Das Ende des Lebens und der Beginn des Überlebens.
Gott gab Euch Herrschaft über die Tiere, die Wälder und den roten Mann, aus einem besonderen Grund. Doch dieser Grund ist uns ein Rätsel. Vielleicht könnten wir es verstehen, wenn wir wüßten, wovon der weiße Mann träumt, welche Hoffnungen er seinen Kindern an langen Winterabenden schildert und welche Visionen er in ihre Vorstellungen brennt, so dass sie sich nach einem Morgen sehnen. Aber wir sind Wilde. Die Träume des weißen Mannes sind uns verborgen. Und weil sie uns verborgen sind, werden wir unsere eigenen Wege gehen. Denn vor allem schätzen wir das Recht eines jeden Menschen, so zu leben, wie er selber es wünscht, gleich wie verschieden von seinen Brüdern er ist. Das ist nicht viel, was uns verbindet.
Wir werden Euer Angebot bedenken. Wenn wir zustimmen, so nur, um das Reservat zu sichern, das Ihr versprochen habt. Dort vielleicht können wir unsere kurzen Tage auf unsere Weise verbringen.
Wenn der letzte rote Mann von dieser Erde gewichen ist und sein Gedächtnis nur noch der Schatten einer Wolke über der Prärie, wird immer noch der Geist meiner Väter in diesen Ufern und diesen Wäldern lebendig sein. Denn sie liebten diese Erde, wie das Neugeborene den Herzschlag seiner Mutter.
Wenn wir Euch unser Land verkaufen, liebt es, so wie wir es liebten, kümmert Euch, so wie wir uns kümmerten, behaltet die Erinnerung an das Land, so wie es ist, wenn Ihr es nehmt. Und, mit all Eurer Stärke, Eurem Geist, Eurem Herzen, erhaltet es für Eure Kinder und liebt es, so wie Gott uns alle liebt. Denn eines wissen wir, unser Gott ist derselbe Gott. Diese Erde ist ihm heilig. Selbst der weiße Mann kann der gemeinsamen Bestimmung nicht entgehen.
Vielleicht sind wir doch Brüder. Wir werden sehen.
Gib acht auf deine Träume,
indem du an sie denkst wie an Freunde.
Genieße die Schönheit des Augenblicks,
das Flüstern des Windes, das Plätschern einer Quelle,
den geheimnisvollen Halbschatten des Unterholzes.
Lauf durch das hohe Gras, höre die Ameisen reden,
die nie den alten Weg vergaßen.
Suche einen Baum, berühre die Blätter.
Das ist ein Blatt sieh her, es ist grün,
es hat Adern, so ist es geformt, greif’s an!
Berühre das Blatt, der Zweig zittert mit.
Deine Hand greift ungestüm, zärtlich
nach dem, was ich ihr zeige.
Sei wie ein Kind mit seinem Staunen über
alle Dinge
und die Zeit wird still stehen.
Erwarte nichts von den anderen,
wenn du selbst noch nichts gegeben hast.
Betrachte die Welt nicht mehr voller Unruhe,
dann strahlt das Licht des Tages aus deinen Augen,
sie sind der Spiegel deiner Seele. …
nur auf dem Pfad der Nacht erreichst du die
Morgenröte …
(How Kola)












