Dies ist das Tor zur Welt der Wahren Wunder. Wer reinen Herzens ist, der trete ein. (Michael Ende)
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Monats-Horoskop

Chinesisches Horoskop

Archiv für die Kategorie „Geschichten“

Leben

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit, zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles, was geschieht, richtig ist - von da an konnte ich ruhig sein. Heute weiß ich: Das nennt man VERTRAUEN.

Als ich mich selbst zu lieben begann, konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben. Heute weiß ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war. Heute weiß ich, das nennt man “REIFE”.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben, und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen. Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht, was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt, auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo. Heute weiß ich, das nennt man EHRLICHKEIT.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das “Gesunden Egoismus”, aber heute weiß ich, das ist “SELBSTLIEBE”.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen, so habe ich mich weniger geirrt. Heute habe ich erkannt: das nennt man DEMUT.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet, so lebe ich heute jeden Tag und nenne es “BEWUSSTHEIT”.

Als ich mich zu lieben begann, da erkannte ich, dass mich mein Denken armselig und krank machen kann. Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte, bekam der Verstand einen wichtigen Partner. Diese Verbindung nenne ich heute “HERZENSWEISHEIT”.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten. Heute weiß ich: DAS IST DAS LEBEN !

(Charly Chaplin)

Lebensweisheiten von Oups

Krieger des Lichts

Auszug aus dem “Handbuch des Kriegers des Lichts” von Paulo Coelho:

»Vom Strand östlich des Dorfes aus kann man eine Insel sehen, auf der sich eine riesige Kirche mit unzähligen Glocken erhebt«, sagte die Frau zu dem kleinen Jungen.Er hatte sie noch nie zuvor in der Gegend gesehen; ihm fiel auf, dass sie fremdartige Kleider und über dem Haar einen Schleier trug.»Kennst du diese Kirche?« fragte sie ihn. »Schau sie dir an, und erzähl mir dann, wie du sie findest.«Von der Schönheit der Frau betört, machte sich der Junge sogleich auf den Weg zum Strand. Er setzte sich in den Sand, suchte den Horizont mit den Blicken ab, sah aber nichts als das, was er immer sah: den blauen Himmel und den Ozean.Enttäuscht lief er zum nächsten Weiler und fragte die Fischer, ob sie etwas von einer Insel und einer Kirche gehört hätten.»Ja, vor langer Zeit wohnten meine Urgroßeltern dort«, antwortete ihm ein alter Fischer. »Aber dann kam ein Erdbeben, und die Insel ist versunken. Dennoch hören wir noch heute manchmal, obwohl wir sie nicht sehen können, die Glocken der Kirche, wenn das Wogen der Wellen sie unter auf dem Meeresgrund erklingen lässt. « Das Kind kehrte zum Strand zurück: Es wartete den ganzen Nachmittag, aber da war nichts als das Tosen der Wellen und das Kreischen der Möwen.Bei Einbruch der Dunkelheit kamen die Eltern das Kind holen. Doch schon am nächsten Morgen kehrte es wieder zum Stand zurück. Das Bild der Frau ließ ihm keine Ruhe, und es kam ihm undenkbar vor, dass ein so schöner Mensch nicht die Wahrheit gesagt haben könnte. Wenn sie eines Tages wiederkäme, wollte es ihr sagen können, dass es die Insel zwar nicht gesehen, aber die Kirchenglocken gehört habe, die die Wellen zum Klingen brachten. So gingen die Monate ins Land: Die Frau kehrte nicht zurück, und der kleine Junge vergaß sie; aber die versunkene Kirche vergaß er nicht, denn eine Kirche birgt immer irgendwelche Reichtümer und Schätze. Wenn der Junge die Glocken hören könnte, würde er die Gewissheit haben, dass die Fischer die Wahrheit gesagt hatten, und wenn er einmal groß war, würde er so viel Geld zusammenbringen, dass er eine Expedition ausrüsten und den verborgenen Schatz heben konnte.Der Junge verlor das Interesse an der Schule, an seinen Kameraden. Er wurde zur beliebten Zielscheibe des Spottes der anderen Kinder, die ihn verhöhnten und sagten: »Er ist nicht wie wir. Er guckt lieber aufs Meer, und mit uns spielen will er auch nicht, weil er Angst hat zu verlieren.«Und sie lachten über den kleinen Jungen, der immer am Strand saß.

Obwohl er die alten Kirchenglocken noch immer nicht hören konnte, lernte er doch jeden Morgen etwas Neues dazu. Zuerst entdeckte er, dass er sich nicht mehr von den Wellen ablenken ließ, weil ihm ihr Rollen inzwischen ganz vertraut war. Wenig später hatte er sich auch an das Geschrei der Möwen und das tiefe Summen der Bienen gewöhnt und an das Schleifen der Palmblätter im Wind.

Sechs Monate nach seiner ersten Begegnung mit der Frau ließ sich der Junge von keinem Geräusch mehr ablenken – aber die Glocken der versunkenen Kirche hörte er immer noch nicht.

Andere Fischer gesellten sich zu ihm an den Strand. »Wir, wir hören sie!« behaupteten sei steif und fest.

Aber der Junge hörte sie nicht.

Nach einiger Zeit aber sagten die Fischer zu ihm: »Du kümmerst dich zu sehr um das Läuten der Glocken, lass gut sein, und geh wieder mit deinen Kameraden spielen. Vielleicht sind wir Fischer die einzigen, die sie hören können.«

Etwa ein Jahr später beschloss der Junge aufzugeben. »Die Männer haben wahrscheinlich recht. Am besten, ich werde ebenfalls Fischer, wenn ich groß bin. Dann kehre ich jeden Morgen hierher an den Strand zurück und höre die Glocken.« Und er dachte auch: »Vielleicht ist ja alles nur ein Märchen, und die Glocken sind beim Erdbeben kaputtgegangen und erklingen nie wieder.«

An jenem Nachmittag beschloss er, nach Hause zu gehen.

Als er zum Abschied an den Ozean trat, schaute er noch einmal die Natur ringsum an, und da ihn die Glocken nicht mehr kümmerten, konnte er sich über das Rufen der Möwen, das Rauschen des Meeres und das Schleifen der Palmenblätter im Wind freuen. In der Ferne hörte er die Stimmen seiner Spielkameraden, mit denen er bald wieder freudig herumtollen würde. Sie hatten ihn lange verspottet, doch das würden sie bald vergessen und ihn wieder mitspielen lassen.

Der Junge war froh und dankbar, am Leben zu sein. Er wusste nun, dass das Warten nicht umsonst gewesen war, da er gelernt hatte, die Natur zu beobachten und sich an ihr zu erfreuen.

Und da hörte er, weil er dem Meer, den Möwen, dem Schleifen der Palmenblätter und den Stimmen seiner Spielkameraden lauschte, die erste Glocke.

Und noch eine.

Und noch eine weitere. Bis alle Glocken der versunkenen Kirche zu läuten begannen und ihn mit Freude erfüllten.

Jahre später kam er als erwachsener Mann in das Dorf seiner Kindheit zurück. Er hatte nicht vor, irgendeinen Schatz zu heben, der auf dem Meeresgrund lag, denn vermutlich war das alles nur kindliche Träumerei gewesen, und er hatte die versunkenen Glocken nie läuten hören. Trotzdem beschloss er, zum Strand hinunterzugehen, um dem Rauschen des Windes und den Rufen der Möwen zu lauschen.

Da sah er zu seiner Überraschung die Frau, die ihm von der Insel und der Kirche erzählt hatte, im Sand sitzen.

»Was machst du hier?« fragte er.

»Ich habe auf dich gewartet.«

In all den Jahren hatte sie sich nicht verändert. Derselbe Schleier verbarg ihr Haar und war von der Zeit nicht zerstört worden.

Sie reichte ihm ein blaues Heft mit leeren Seiten.

»Schreib: Ein Krieger des Lichts achtet auf den Blick eines Kindes, weil Kinder die Welt ohne Bitterkeit sehen können. Wenn er wissen möchte, ob ein Mensch sein Vertrauen verdient, schaut er ihm mit den Augen eines Kindes ins Gesicht.«

»Was ist ein Krieger des Lichts?«

»Du weißt es«, entgegnete sie lächelnd. »Es ist derjenige, der das Wunder des Lebens zu begreifen weiß, der um das, woran er glaubt, bis zum Letzten kämpft und auch die Glocken hören kann, die das Meer festhält.«

Er war nie auf den Gedanken gekommen, dass er ein Krieger des Lichts sein könnte. Die Frau schien seine Gedanken zu erraten.

»Jeder Mensch ist dazu in der Lage. Und niemand hält sich für einen Krieger des Lichts, obwohl jeder einer sein könnte.«

Er schaute auf die Seiten im Heft.

»Schreib!« sagte sie abermals  (…)

Umschlagtext
Ein Krieger des Lichts glaubt. Weil er an Wunder glaubt, geschehen auch Wunder. Weil er sich sicher ist, daß seine Gedanken sein Leben verändern können, verändert sich sein Leben. Weil er sicher ist, daß er der Liebe begegnen wird, begegnet ihm diese Liebe auch. Manchmal wird er enttäuscht, manchmal verletzt. Aber der Krieger weiß, daß es sich lohnt. Für jede Niederlage gibt es zwei Siege. Alle, die glauben, wissen das.

Das “Handbuch des Kriegers des Lichts” erzählt von elementaren Erfahrungen, von Grenzgängern und Suchenden. In gleichnishaften Geschichten und Maximen aus drei Jahrtausenden zeigt Paulo Coelho den mutigen Umgang mit sich selbst, mit Konflikten und schwierigen Lebenssituationen.

Zug des Lebens

Das Leben ist wie eine Reise im Zug……

Man steigt oft ein und aus, es gibt Unfälle, bei
manchen Aufenthalten angenehme Überraschungen und
tiefe
Traurigkeit bei anderen.

Wenn wir geboren werden und in den Zug einsteigen,
treffen wir Menschen, von denen wir glauben, dass sie
uns während unserer ganzen Reise begleiten werden:
unsere Eltern.

Leider ist die Wahrheit eine andere. Sie steigen bei
einer Station aus und lassen uns ohne ihre Liebe und
Zuneigung, ohne ihre Freundschaft und Gesellschaft
zurück.

Allerdings steigen andere Personen, die für uns sehr
wichtig werden, in den Zug ein. Es sind unsere
Geschwister, unsere Freunde und diese wunderbaren
Menschen, die wir lieben.

Manche dieser Personen die einsteigen, betrachten die
Reise als kleinen Spaziergang. Andere finden nur
Traurigkeit auf ihrer Reise. Und es gibt wieder andere
im Zug, die immer da und bereit sind, denen zu helfen,
die es brauchen.

Manche hinterlassen beim Aussteigen eine immerwährende
Sehnsucht. Manche steigen ein, und wieder aus, und wir
haben sie kaum bemerkt.

Es erstaunt uns, dass manche der Passagiere, die wir
am
liebsten haben, sich in einen anderen Wagen setzen und
uns die Reise in diesem Abschnitt alleine machen
lassen. Selbstverständlich lassen wir uns nicht davon
abhalten, die Mühe auf uns zu nehmen sie zu suchen und
uns zu ihrem Wagen durchzukämpfen. Leider können wir
uns manchmal nicht zu ihnen setzen, da der Platz an
ihrer Seite schon besetzt ist.Macht nichts, so ist die Reise: voll von
Herausforderungen, Träumen, Fantasien, Hoffnungen und
Abschieden…….aber ohne Rückkehr. Also, machen wir die Reise auf
die bestmögliche Weise.Versuchen wir mit unseren Mitreisenden gut
auszukommen,
und suchen wir das Beste in jedem von ihnen. Erinnern
wir uns daran, dass in jedem Abschnitt der Strecke
einer der Gefährten schwanken kann und möglicherweise
unser Verständnis braucht. Auch wir werden öfter
schwanken und es wird jemanden geben, der uns
versteht.

Das große Mysterium der Reise ist, dass wir nicht
wissen, wann wir endgültig aussteigen werden und
genauso wenig wann unsere Mitreisenden aussteigen
werden, nicht einmal der, der gleich neben uns sitzt.

Ich glaube, ich werde wehmütig sein, wenn ich aus dem
Zug für immer aussteige….. Ja, das glaube ich. Die
Trennung von einigen Freunden, die ich während der
Reise traf, wird schmerzhaft sein. Meine Liebsten
allein zu lassen, wird sehr traurig sein. Aber ich
habe
die Hoffnung, dass irgendwann der Zentralbahnhof
kommt,
und ich habe das Gefühl, sie ankommen zu sehen, mit
Gepäck, dass sie beim Einsteigen noch nicht hatten.

Was mich glücklich machen wird, ist der Gedanke, dass
ich mitgeholfen habe ihr Gepäck zu vermehren und
wertvoller zu machen.

Ihr meine Freunde, schauen wir darauf, dass wir eine
gute Reise haben und dass sich am Ende die Mühe
gelohnt
hat. Versuchen wir, dass wir beim Aussteigen einen
leeren Sitz zurücklassen, der Sehnsucht und schöne
Erinnerungen bei den Weiterreisenden hinterlässt.

Denen, die Teil meines Zuges sind, wünsche ich

Gute Reise !

(Diese Gedanken sehr schön >>> visualisiert<<<)

Bahnhof

Foto: nep, „Bahnhof“  Some rights reserved. Quelle: piqs.de

Was ist wirklich?

Die Geschichte vom Holzpferd„ Das Holzpferd“, so heißt es, „lebte länger in dem Kinderzimmer als irgend jemand sonst. Es war so alt, dass sein brauner Stoffbezug ganz abgeschabt war und eine ganze Reihe Löcher zeigte. Die meisten seiner Schwanzhaare hatte man herausgezogen, um Perlschnüre auf sie aufzuziehen. Es war in Ehren alt geworden…
„Was ist wirklich“, fragte eines Tages der Stoffhase, als sie Seite an Seite in der Nähe des Laufställchens lagen, noch bevor das Mädchen hereingekommen war, um aufzuräumen. „Bedeutet es Dinge in sich zu haben, die summen und mit einem Griff ausgestattet zu sein?“ „ Wirklich“, antwortete das Holzpferd, „ ist nicht, wie man gemacht ist. Es ist etwas, was an einem geschieht. Wenn ein Kind dich liebt für eine lange, lange Zeit, nicht nur, um mit dir zu spielen, sonder dich wirklich liebt, dann wirst du wirklich.“„Tut es weh?“, fragte der Hase.
„Manchmal“, antwortete das Holzpferd, denn es sagte immer die Wahrheit. „Wenn du wirklich bist, dann hast du nichts dagegen, dass es weh tut.“

„Geschieht es auf einmal, so wie wenn man aufgezogen wird“, fragte der Stoffhase wieder, „oder nach und nach?“

„Es geschieht nicht auf einmal“, sagte das Holzpferd. „Du wirst. Es dauert lange. Das ist der Grund, warum es nicht oft an denen geschieht, die leicht brechen oder die scharfe Kanten haben oder die schön gehalten werden müssen. Im allgemeinen sind zur Zeit, da du wirklich sein wirst, die meisten Haare verschwunden, deine Augen ausgefallen; du bist wackelig in den Gelenken und sehr hässlich. Aber diese Dinge sind überhaupt nicht wichtig; denn wenn du wirklich bist, kannst du nicht hässlich sein, ausgenommen in den Augen von Leuten, die überhaupt keine Ahnung haben.“

„Ich glaube, du bist wirklich“, meinte der Stoffhase. Und dann wünschte er, er hätte es nicht gesagt – das Holzpferd könnte empfindlich sein. Aber das Holzpferd lächelte nur.

(aus dem Kinderbuch “The Velveteen Rabbit“ von M. Williams)

Oups - der Botschafter des Herzens

Das schöne Herz

Es war einmal ein junger Mann, der stellte sich auf den Marktplatz und erklärte, dass er das schönste Herz im Ort habe. Eine große Menschenmenge versammelte sich, und sie alle bewunderten sein Herz, denn es war perfekt.Es gab keinen Fleck oder Fehler an ihm. Ja, sie alle gaben ihm Recht, er hatte wirklich das schönste Herz, das sie je gesehen hatten. Der Junge Mann war sehr stolz und prahlte noch lauter über sein schönes Herz.Plötzlich tauchte ein alter Mann vor der Menge auf und sagte: ” Nun, dein Herz ist nicht annähernd so schön, wie meines.”

Die Menschenmenge und der junge Mann schauten das Herz des alten Mannes an. Es schlug kräftig, aber es war voller Narben, es hatte Stellen, wo Stücke entfernt und durch andere ersetzt worden waren. Aber sie passten nicht richtig, und es gab einige ausgefranzte Ecken, genauer gesagt…..an einigen Stellen waren tiefe Furchen, wo ganze Teile fehlten.

Die Leute starrten ihn an: Wie kann er behaupten, sein Herz sei schöner, dachten sie?

Der junge Mann schaute auf des alten Mannes Herz, sah dessen Zustand und lachte: ” Du musst scherzen ” sagte er, ” dein Herz mit meinem zu vergleichen. Meines ist perfekt und deines ist ein Durcheinanader aus Narben und Tränen.”

“Ja”, sagte der alte Mann, “deines sieht perfekt aus, aber ich würde niemals mit dir tauschen. Jede Narbe steht für einen Menschen, dem ich meine Liebe gegeben habe. Ich reiße ein Stück meines Herzens heraus und reiche es ihnen, und oft geben sie mir ein Stück ihres Herzens das in die leere Stelle meines Herzens passt. Aber weil die Stücke nicht genau sind, habe ich einige rauhe Kanten, die ich sehr schätze, denn sie erinnern mich an die Liebe, die wir teilten.”

” Manchmal habe ich auch ein Stück meines Herzens gegeben, ohne dass mir der andere ein Stück seines Herzens wieder gegeben hat. Das sind die leeren Furchen. Liebe geben heißt manchmal auch ein Risiko einzugehen. Auch wenn diese Furchen schmerzhaft sind, bleiben sie offen und auch sie erinnern mich an die Liebe, die ich für diese Menschen empfinde…… und ich hoffe, dass sie eines Tages zurückkehren und den Platz ausfüllen werden. Erkennst du jetzt, was wahre Schönheit ist? ”

Der junge Mann stand still und Tränen rannen über seine Wangen. Er ging auf den alten Mann zu, griff nach seinem perfekten Herzen und riss ein Stück heraus. Er bot es dem Alten mit zitternden Händen an. Der alte Mann nahm das Angebot an, setzte es in sein Herz. Er nahm dann ein Stück seines alten vernarbten Herzens und füllte damit die Wunde in des jungen Mannes Herzen. Es passte nicht perfekt, da es ausgefranzte Ränder hatte. Der Junge Mann sah sein Herz an, nicht mehr perfekt, aber schöner als je zuvor, denn er spürte die Liebe des alten Mannes in sein Herz fließen. Sie umarmten sich und gingen weg. Seite an Seite.

Narben auf dem Körper bedeuten, dass man gelebt hat……..

Nerben auf der Seele bedeuten, dass man geliebt hat…………

(Autor unbekannt)

Gefesseltes Herz

Foto: hugo_nicci, „Gefesseltes Herz“  Some rights reserved. Quelle: piqs.de